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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
Entstehung
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Arbeiten, die er dort ausgeführt, weiß aber nichts von dieser Anekdote, die er auchin der Vita di Leon Battista Alberti (III 535f.) nicht erzählt. Mino war in Rom 1463und 1464, dann im Todesjahr Pauls 1471.

Eine Parallele zu der Schnurre in Prudenzanos Sollazzo 122, n°57; Beziehungenzu Sprichwörtern bei Debenedetti 127.

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Giostrando un famiglio a sella bassa in Firenze, e non cadendo mai, sti-mava la brigata, che e' fusse legato. Avvenne che pure un tratto e'fugittato in terra. Era presente il Signor Lodovico Visconte, il quäle, nelfine della giostra dimandato, quäl fusse stato miglior colpo che colui ha-vesse fatto, rispose: Quando cadde.

In Florenz tjostierte ein Diener im niedrigen Sattel, und da er nie herab-fiel, meinten die andern Teilnehmer, er habe sich festgebunden; schließ-lich aber stürzte er doch. Als nun der Signor Lodovico Visconti, der auchanwesend war, nach Beendigung der Tjost gefragt wurde, was der hüb-scheste Streich dieses Dieners gewesen sei, sagte er:Daß er herunterge-fallen ist."

Ab84; C8». (Kaum eine Reminiszenz) Doni, Zucca 121«; Tabourot, Contes 253.Auch Luigi Pulci sagt, in einem an Lorenzo gerichteten Sonett (Franco, Sonetti142): De' servi il piü destro atto fu il cadere, doch geschieht der Fall beim Auf-tragen von Speisen.

Lodovico Visconti ist wohl der damals zwanzigjährige Lodovico Sforza, genanntil Moro, der sich im Frühjahr 1471 mit seinem altern Bruder Filippo bei dem Be-suche, den der älteste Bruder, der Herzog Galeazzo Maria, der Stadt Florenz ab-stattete, in dessen Gefolge befunden hat. Unter den Festlichkeiten, womit die Flo-rentiner ihre Gäste in der Woche ihres Aufenthalts (15. bis 23. März) feierten, magauch diese Tjost improvisiert worden sein, die allerdings, vielleicht weil sie nur fürKnappen bestimmt war, in den von Del Lungo wiedergebenen Aufzeichnungen(Florentia 404f.) nicht erwähnt wird; vgl. Rcumont, I 233L, wo die Quellennach-weise noch durch Ammirato, II 108 zu ergänzen wären. Der Name Visconti ist mitder Adoption Francesco Sforzas durch den letzten dieses Geschlechtes auf die Sforzaübergegangen; Lodovico wird von Polizian auch sonst Lodovicus Sfortia Vicecomesgenannt (F.pistolae 139 b ), ebenso von Rinuccini (cxxxviu) Lodovico Sforza de'Biscontl usw. usw.

Was unter dem Giostrare a sella bassa zu verstehen ist, habe ich nicht feststellenkönnen; weder das Wörterbuch der Crusca, noch die andern Vokabularien gebeneine Auskunft, obwohl die Seile basse auch von Burchiello 29, Giovio, Lettere vol-gari 100" (chi cavalca a sella basse, non sl rompe il collo), Cecchi, Le cedole, a. 5,sc. 3 (II 273) und Caro, Lettere familiari, III 89 erwähnt werden. Nadi unserern°80 scheinen an den Tjosten mit niedern Sätteln im allgemeinen, zur Unterhal-tung ihrer Herren und des Volkes, nur Diener und Knappen teilgenommen zu haben,deren Rüstung eine Karikatur der ritterlichen Bewaffnung gewesen sein mag. Mitder Sella bassa, dem niedrigen Sattel, ist wohl ein Sattel ohne die hohen Vorder-und Hinterpauschen gemeint, die einen festen Sitz sicherten.

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