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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
Entstehung
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Ab83 (Fn°178); Bn°120; C7b. Doni, Seconda Libraria 76<> (ohne Namen).

Von Poltrone 1 (di Luigi Poltrone di Messer di Cantino di Poltrone) Cavalcantiweiß Gammurini (III 69) nichts anzugeben, als daß erfu fatto del popolo 1' anno1434". Nach Albizzi (III 387) war er 1430 Podestä von Campi. Damals war Arrigo(di Filippo) Rucellai schon fünf Jahre tot, der aber schon 1373 Kastellan vonS. Maria in Monte, 1375 Gesandter in Pisa, 1388 Kanzler von Arezzo, 1392 Podestävon Terranuova und bis 1406 in mehreren kleinen Orten und 1397 Gesandter inFaenza gewesen war (Passerini, Rucellai 42). Ein Amt in der Stadt scheint alsokeiner von den zweien bekleidet zu haben. Von einer Behörde der Einundachtziq(auch Angelio hat diese Zahl, so daß ein Druckfehler ausgeschlossen ist) habe ichnichts finden können; es handelt sich wohl um einen Schreibfehler Poliziansfür Achtzig. Im übrigen sei auf Perrens verwiesen, der in einem ähnlichen Fallsagt (VII 194, n. 3):Mais nous nous y reconnaissons impuissant, et c'est bien unpeu la faute de Florence avec sa plcthore d'offices que se succedent ou plutöt sesuperposent sans utilitö comme sans raison."

37Ser Giovanni Tinghi prete in Santa Riparata, sendo vecchissimo e tuttocanuto, confessava una donna. Avvenne che, facendo esso vista di dor-mire, la buona donna disse un peccato di che si vergognava, e questoe, che col dito s' era solleticata. A questo desto ser Giovanni la dimandöse ella harebbe consentito a un huomo, se all' hora vi fusse stato, e di-cendo ella che si, rispose il sere: Stato vi fussi io!

Z. 4: A questo dctlo AaB. C fügt zum Schlüsse an: Pol disse la donna: lo non intendeva di voi.

Ser Giovanni Tinghi, Geistlicher in S. Reparata, ein steinalter, schneeweißerMann, hörte einer Frau die Beichte, und da geschah es, daß die Frau, daer sich schlafend stellte, eine Sünde sagte, deren sie sich schämte, näm-lich, daß sie sich mit dem Finger gekitzelt hatte. Und schon war Ser Gio-vanni munter und fragte sie, ob sie sich zu dieser Stunde einem Mannehingegeben hätte, wenn einer dagewesen wäre, und sie sagte Ja; daraufer:Wäre ich nur dort gewesen!"Bn»121; C8*.

38Ser Piero Lotti passaua per la Vigna, onde un ciompo moströ gli unvotacessi col piombino, e disse: Ser Piero, togliete quell' anguilla, et egli:To' quel intingol tu.

Z. 1: cioppo AAa.

1 Wegen des häßlichen Namen Poltrone (d. i. Nichtsnutz) äußert Gamurrini folgendemerkwürdige Ansicht:Wenn ich sagen soll, was Ich denke, so glaube ich gewisser-maßen, daß diese kriegerischen Männer der Vergangenheit ihren Söhnen solcheNamen gegeben haben als Stachel des Ehrgeizes, damit sie sich umso mehr be-strebten, mit dem Ruhme der Taten die Häßlichkeit des Namens zu beantworten."

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