wohlbcrufenen und in der Verwaltung seiner Republik erprobten Mann, glaubte man,er habe auf jegliche Weise viel Geld und Gut angehäuft; da er aber lebhaft war undFurcht und Achtung erzwungen halte, wagte sich zu seinen Lebzeiten niemand gegenihn in Wort und Tat heraus. Als es dann mit ihm zum Sterben ging und er in extre-mis war, rief er einen Vorsteher der Bestattergilde, Pulcino mit Namen 1 , der ge-kommen war, um sich nach seinen Wünschen wegen des Leichenbegängnisses zu er-kundigen, zu sich und sagte zu ihm: „Komm her, Pulcino; ich weiß, daß die Menge,wann ich gestorben sein werde, viel reden wird; begrabe mich also verkehrt, weilich ihnen den Hintern zeigen will."
Die von mir im Italiänischen Volks- und Herrenwitz, München, 1912 226 abge-druckte Stelle aus Cavalcanti bezieht sich nicht auf diesen Bernardo (di Bartolommeodi Gherardo) Gherardi, sondern auf seinen Oheim Bernardo di Gherardo Gherardi(Cambi in Delizie, XX 279), der aucli in unseren n° n°65 und 66 gemeint sein könnte.
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Oiovan Antonio da Siena, giovane di ottimo ingegno e famigliare delCardinale diPavia, andando un tratto a visitare il Papa ch'era a mensacol Cardinale di Pavia e col Sanese, fu domandato da qucl di Siena,se havea fatto con lui quistionc, che non lo andava a vedere piü; e ri-spondendo egli che non poteva fare con lui quistionc, perchö era tutto dis. S., il Cardinal di Pavia disse: Dunque non sei tu mio? Et egli: loho nome Giovan Antonio: Giovanni e di vostra Signoria, e Antonio diSiena. All' hora Papa Pio: lo adunque non ci ho da fare nulla? [6 b ]Rispose il giovane: E Giovan Antonio tutto insieme e di vostra Santitä.
Giovan Antonio aus Siena, ein Jüngling mit trefflichen Geistesgaben, Be-diensteter des Kardinals von Pavia, ging einmal den Papst besuchen, under traf ihn bei Tische mit dem Kardinal von Pavia und dem von Siena.Der von Siena fragte ihn, ob er denn etwas gegen ihn habe, weil er ihnnicht mehr aufsuche, und er antwortete, gegen Seine Herrlichkeit könneer nie etwas haben, weil er ganz ihr gehöre. Da sagte der Kardinal vonPavia: „Mir also gehörst du nicht?" Darauf er: „Ich heiße Giovan Antonio;Giovan gehört Euerer Herrlichkeit an und Antonio der des Kardinals vonSiena." Nun sagte Papst Pius: „Ich also habe da gar nichts zu schaffen?"Und der Jüngling: „Und Giovan Antonio zusammen gehört in seinerGänze Euerer Heiligkeit."Ab75; Bn°114; C6t>.
Bernardo Gherardi hatte wohl dieErnennung Francescos DE'ToDESCHiNifürFlorenz,aber nicht für Siena verhindern können; geboren am 9.Mai 1439 — nach Piatina —
1 Erst durch die Kenntnis, daß ein Pulcino Leichenbestatter war, wird eine Anspie-lung Matteo Francos verständlich (Sonetti 113, n°113), der Luigi Pulci „O Pulcinmio" anruft und beifügt: „becchin di Preti vivi", Bestatter lebendiger Priester.
2 Angelo Polizlanos Tagebuch
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