23Lorenzo de' Medici, vedendo gli sproni al contra-f6"Jrio a un Pistoleseche si vantava molto d' intendersi di cavagli, pretendendo essergli fattotorto a un palio che un cavallo di detto Lorenzo haveva havuto a Pistoia,lo domandb, quäle havesse piü volte fatto, o messosi sproni, o corsi pa-lij; e rispondendo che piü volte s' havea mcssi gli sproni, disse: Hörvedi, che tu gl' hai al contrario, e potrebbe anch' essere, che tu havessifatto correre al contrario cotesto tuo barberesco.
Ein Pistolese, der sich rühmte, viel von Pferden zu verstehen, behauptetevor Lorenzo de' Medici, ihm sei bei einem Rennen in Pistoja, das einPferd Lorenzos gewonnen hatte, unrecht geschehen. Lorenzo, der sah, daßer die Sporen verkehrt trug, fragte ihn, was er öfter getan habe: sich dieSporen angelegt oder ein Rennen geritten. Als nun der Mann antwortete,öfter habe er sich die Sporen angelegt, sagte Lorenzo: „Schau, du hast sieverkehrt, und so könnte es auch geschehen sein, daß du deinen Berberverkehrt hast rennen lassen."Ab73. 24
Bernardo Ghcrardi, essendo Gonfaloniere di [A b ] giustitia, rispose a PapaPio, il quäle voleva per boria esscr portata da i Signori Fiorentini, comeera stato portato da' Sanesi: Santo Padrc, meglio e che vi portino questivostri capitani; che noi habbiamo e panni troppo lunghi.Bernardo Gherardi, damals Gonfaloniere der Justiz, antwortete dem PapstePius, der aus Hochmut verlangte, die Signoren von Florenz sollten ihn tragen,wie ihn die senesischen getragen hatten: „Heiliger Vater, es ist besser, estragen Euch diese Euere Feldhauptleute; wir haben die Röcke zu lang."Ab75; Bn°112; C6b.
PAPST Pius II. (Aeneas Sylvius) traf, von Siena kommend, nach dreitägiger Reisemit 10 Kardinälen und 60 Bischöfen am 25. April 1459 in Florenz ein. Seine Sänftetrugen von der Certosa an, wo sie ihn mit Galeazzo Maria Sforza an ihrer Spitzebegrüßt hatten, die mit diesem einige Tage zuvor in Florenz angekommenen Herrenvon Rimini, Faenza, Fori! und Carpi (Pastor, II 46). Giovanni Cambi beschreibt(Delizie, XX 369) das mit Brokat bedeckte prächtige Ruhebett (barella), auf demder Papst lag oder saß, wobei er die Bemerkung nicht unterdrücken kann: „cheffüchosa di superbia, e non di santltä." Voigt (Enea, III 31) gibt andere Gründe alsHochmut an, daß sich der Papst tragen ließ; die allgemeine Meinung aber urteiltewohl ebenso wie die Florentiner und ihr Gonfaloniere (s. unten n°155). Dieser warübrigens nicht, wie Polizian in einem begreiflichen Irrtum angibt, BernardoGherardi, sondern Agnolo dl Ncri di Messer Andrea Vettori, der dieses Amt imMärz und April bekleidete; erst am 1. Mai übernahm es Bernardo Gherardi, derHeld der folgenden Fazetie. Papst Pius hatte entschieden Pech, an zwei so schlag-fertige Wortführer der Stadt zu kommen.
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