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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
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Lorenzo erzählte von einem Abendessen, das ihm gegeben worden war,und da sagte er, der kälteste Ort in dem Hause, wo das Abendessen statt-gefunden hatte, sei der Kamin, der wärmste der Brunnen gewesen.Ab63; C6".

Vgl. v. 29f. in Bernis Gedicht A Messer Francesco da Milano (Rime 55; Opereburlesche, I 57) und S. Cruz, 174b ( p . VI, c.7, n°19).

18Martino dello Scarfa, orinando im tratto, e veduto unfanciullo che lui chegrassissimo era guardava, voltosi a lui, disse: Se tu lo vedi, salutaloda mia parte, cht son dieci anni cK io non Vho veduto.

Z. 1: Martino detto Scarfa AAa.

Als Martino dello Scarfa, der über die Maßen dick war, einmal pißte, be-merkte er einen Knaben, der ihn betrachtete; zu dem sagte er:Wenndu ihn siehst, so grüß ihn von mir; es sind schon zehn Jahre her, daß ichihn nicht mehr gesehen habe."Ab72; Bn°110 (und n°279); C6»; Tunlnghen, it. 25; Bouchet, IV 159 und 160.

Über diesen Martino dello Scarfa oder Scarfi finde Ich nichts sonst, als daß erim Juli und August 1465 Gonfaloniere der Justiz war. Bekannter ist sein 1513 auffünf Jahre verbannter Enkel Martino di Francesco, der einer der Taufpaten desDichters Agnolo Firenzuola war.

19Strozzo a uno che si lamentava che una Colon-[Af] na gli toglieva laveduta dl non so che finestra, disse: Ecct un buon rimedio. E dlman-dando colut: Quäle?, rispose Strozzo: Murate questa finestra.

Zu einem, der sich beklagte, daß ihm eine Säule die Aussicht von einemFenster nehme, sagte Strozzo:Dem ist leicht abzuhelfen." Und auf dieFrage:Wie denn?" antwortete er:Vermauert das Fenster."

Ab59; C6 a ; Tuninghen, lt. 128. Auf dieser Schnurre beruht auch Tabourot, Contes243 (n° 186).

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Uno, essendogll detto: La Saptcnza ha le gölte, perchö cosl si chiamavauna donna, rispose: Ella le cominciö ad havere slno al tempo di Cosmo.Es wurde gesagt, Sapienza so hieß nämlich eine Frauhabe die Gicht;darauf meinte einer:Die hat sie schon seit Cosmos Zeiten."

Die Basis des Scherzes ist, daß Cosmo, wie übrigens auch sein Sohn und LorenzosVater Piero, heftig an der Gicht gelitten hat. Die hier genannte Sapienza ist wohlangesichts der Tatsache, daß von itir im Präteritum gesprochen wird, nicht identischmit ihrer Namensschwester in n°81.

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