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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
Entstehung
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1442 als Sohn Domenicos di Nicolö Martelll geboren; den Vornamen verdankt erdem berühmten Condottlerc Braccio Fortebraccio, Herrn von Perugia, dessen außer-eheliche Tochter Castora seine Mutter war. 1474 war er unter den Prioren, 1482und 1496 Gesandter bei dem Herzog von Urbino, nach der Flucht von LorenzosSohn Piero unter den Diecl di libertä e pace, 1496 Qonfaloniere, 1497 Gesandter beiPapst Alexander VI. usw. usw. Über seine Freundschaft mit Lorenzo vergleiche dasallerhand Merkwürdiges enthaltende Buch Isldoros del Lungo, Gli Amori delMagnifico Lorenzo, Bologna, 1923, dem auch zu entnehmen ist, daß er unter denzu dem Verhör und der Folter Savonarolas verordneten Bürgern gewesen ist.

Puccio d'Antonio Pucci, huomo nell'etä di Cosmo prudentissimo, con-fortando non so che cittadino ad accettare l'ufficio del Gonfaloniere digiustitia in tempo importante, e rispondendo egli che non gli parevaesser tanto savio, quanto a quell'uff ich s' aspettava, gli dimandö se glibastava esser savio come Cosmo. E dicendo egli che se fusse la metäsavio, che egli crederebbe assai bene sodisfarc, Oh io t'inscgnerö, dissePuccio, a esser piü. savio di lui. Non hai tu punto senno da te? E di-cendo che ne pure credeva havere qualchc poco, soggiunse Puccio: Fadunque cid che Cosmo ti dice, e harai a questo modo tutto 7 suo senno;il quäle aeeozzando col tuo poco, verrai ad havere il suo e il tuo, ecosi ad essere piü savio che Cosmo.

Z. 10: e il tuo eingeschoben.

Puccio d' Antonio Puccio, ein gar kluger Mann zu Cosmos Tagen, wolltein einer ernsten Zeit, ich weiß nicht, welchen Bürger bereden, das Amteines Gonfalonieres der Justiz anzunehmen. Da dieser antwortete, er haltesich nicht für so gescheit, wie es dieses Amt erheischen würde, fragte erihn, ob es ihm genügen würde, so gescheit wie Cosmo zu sein, und derBürger sagte, wenn er auch nur halb so gescheit wäre, so würde er treff-lich auszukommen glauben. Nun sagte Puccio:Ich will dich lehren, nochgescheiter zu sein als er. Hast du selber gar keinen Verstand?" Und alsder Mann antwortete, ein klein wenig meine er zu haben, fuhr Puccio fort:Tu also, was dir Cosmo sagt, so hast du seinen ganzen Verstand; denlegst du mit deinem klein wenig zusammen, und so wirst du den seinigenund den deinigen haben und wirst gescheiter sein als er."Ab 72; Bn°105; C4t>. Ens 224 (= Democritus 203).

Puccio (d'Antonio) Pucci, ein Mann von geringer Herkunft sein Vater warMaurer gewesen, gewann durch seine Anhänglichkeit an Cosmo, der sich vonihm in den wichtigsten Dingen beraten ließ, hohen Einfluß, so daß, nach Caval-canti, I 4f., Machlavelll 189, Nardi 9, Ammirato, I 1088 usw., die Partei Cosmosnicht die Medlci oder die Coslmeschi, sondern die Puccini genannt wurde. Wie