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Angelo Polizianos Tagebuch (1477 - 1479) : mit vierhundert Schwänken und Schnurren aus den Tagen Lorenzos des Großmächtigen und seiner Vorfahren
Entstehung
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er für Cosmo arbeitete, zeigen außer dieser noeli mehrere Aufzeichnungen Polizians;besonders vergleiche man n°132. Zuerst in die Öffentlichkeit scheint er 1429 ge-treten zu sein, als er in den Rat jener zehn Männer gewählt wurde, die sich mitden wegen des (ersten) Aufstandes von Voltcrra zu treffenden Maßnahmen zu be-schäftigen hatten. 1430 war er unter den Dieci di balia. Nach der Verbannung Cos-mos zeigte es sich, daß damit nichts geschehen wäre, wenn Puccio in der Stadtverbliebe, und so wurde auch er verbannt; mit Cosmo kehrte er dann zurück. ImSeptember und Oktober 1447 war er Gonfaloniere der Justiz. Über seine Steuer-maßnahmen vgl. die n°27 und 148.

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M. Matteo Franco, essendo con Lorenzo de'Medici a Camino, et cssen-dogli all'hostcria posto [A a a ] innanzi un vinaccio, il quäle V hoste dicevaessere vin vecchio, disse: A me pare egli rimbambito.

Messer Matteo Franco war mit Lorenzo de'Medici auf einer Reise, und ineiner Schenke setzte ihm der Wirt einen Krätzer vor mit dem Bemerken,es sei ein alter Wein; da sagte er:Mir scheint, er ist schon kindisch ge-worden."

(Fn°3). Lehmann Wn°42.

Über Matteo Franco (1447 bis 1494), den Priester und Dichter, Freund Poliziansund Lorenzos, erbitterten Gegner und Verspotter Luigl Pulcis, s. G. Volpi, Un corti-giano di Lorenzo il Magnifico (Matteo Franco) ed alcune sue lettere im üior-nale storico della letteratura italiana, XVII 229 ff. Die groteske Wendung von demWeine, der vor Alter kindisch geworden ist, gehört wirklich Franco; s. unten dieNoten zu n°62.

// predetto, stando a vedere a Pisa una disputa, la quäle era condottagiä al tardi, disse che e' farebbono bene a lasciarla stare, che) non si ve-dendo lume, V argomento si verserebbe fuori, e che almeno sedessero,acelö che gl' argomenti non se n'andassc-[5 a ]ro giü per le calze.

Als derselbige in Pisa einem Redestreite anwohnte, der sich bis in diespäten Stunden hinzog, sagte er, sie täten gut daran, ihn abzubrechen, dasonst das Argument, da man nichts mehr sehe, auslaufen würde, oder siesollten sich wenigstens setzen, damit die Argumente nicht durch die Strümpfeabgingen.

Ab62(Fn°156); C5«.

Das Wortspiel, auf dem der Scherz beruht es kehrt ähnlich in n°167 wieder

konnte nicht nachgebildet werden; argomento bedeutet nämlich auch Klystier.