Cosmo de'Medici pflegte zu sagen, ihr Haus in Cafaggiuolo im Mugellohabe eine bessere Aussicht als das in Fiesole; denn was man von dortsehe, sei ihr Eigentum, und bei dem in Fiesole treffe das nicht zu.Ab 3.
Ausführlicher berichtet Angelio in n°93: Giovanni di Cosmo de'Medici erbaute aufder Höhe von Fiesole einen schönen Palast, und da dort der Boden dürr und stei-nig war und den Bau schwierig machte, fragte ihn sein Vater Cosmo, warum erfür den Bau einen so ungünstigen Platz gewählt habe, wo große Kosten erwüchsenund wenig Nutzen zu erwarten sei. Er antwortete, er tue das der Aussicht halber,weil der Platz hoch liege. Cosmo antwortete: .Die schönste Aussicht, die du habenkannst, ist in Cafaggiuolo." Weil aber dieser Palast auf einem tief gelegenen Platzesteht, fragte Giovanni: .Wieso denn?" — .Weil das, was du von dort siehst, deinist, und das trifft dir In Fiesole nicht zu." Und darum sagte Cosmo de'Medici, IhrHaus in Cafaggiuolo habe eine bessere Aussicht als das in Flesole.Die Villa Medicl In Fiesole, heute im Besitze einer Familie Scott, ist zwischen 1458und 1461 von Cosmos Leibarchitekten Michelozzo Michelozzi erbaut worden, dernach 1451 auch den Um- und Ausbau der alten Villa In Cafaggiuolo besorgt hat.
4Cosmo predetio, essendoli menato innanzi Matteo del Tegghia anchoragarzone delTegghia suopadre, il quäle, benche dettoMatteoinsino all'horafusse sciocco, cotne egli e anchora al presente, stimava, dall'amor patemoingannato, che e'fusse savissimo e molto introdotto neue studl; hora dl-mandando Cosmo in che esso studiasse, e rispondendo egli scioccamenteche studiava in libris, voltosi al padre, Cosmo disse: Fallo studiare, chen'ha bisogno.
Dem vorgenannten Cosmo wurde Matteo del Tegghia, damals noch einjunger Mensch, von seinem Vater Tegghia vorgestellt, der ihn, obwohl erein Tölpel war, wie er es ja auch heute noch ist, von der väterlichen Liebegetäuscht, für sonderlich klug und in den Wissenschaften wohlbewanderthielt. Cosmo fragte den Jüngling, was er studiere, und dieser antwortetetölpelhaft: „Bücher." Da kehrte sich Cosmo zu dem Vater und sagte:„Laß ihn nur studieren; er braucht es."Ab4;Bn°103.
Das studiare in libris auch in Donis Zucca 115 b ; dieses Stück beruht sonst auf einemSchwank von Luscinius (n°179), den Domenichl als eine der von ihm gesammeltenFazetien nach dem Abdrucke bei Gast übersetzt hat (H„ a ) und der auch von Ca(22 b ) übernommen worden ist; aus dem eques Germanus bei Luscinius ist beiDomenichl ein gentiluomo Francese und in den Facecies ein gentiluomo Floren-tino geworden. Donis Fassung ist abgedruckt in der Novelle n°39.Ein Matteo di Teoohia der als linaiuolo, als Lcinenliändler bezeichnet wird, warder vorletzte Gonfaloniere der Justiz von 1381 (Ammirato I, 755); er scheint der