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7,2 (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1744 bis 1777
Entstehung
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JUli 1753.

118.

Conferenzen der katholischen Ortewährend der gemeineidgenössischen Tagsatzungim Juli 1753.

sSitantSartliiv Vucern.j

Der Bischof von Basel sendet ein Begrüßungsschreiben. Beantwortung durch die Kanzlei. 8 t'Johann Melchior Streifs, Sohn eines Konvertiten und früher Pfarrer zu Schwanden, der 1752 wiederkatholisch geworden war, hatte vor seinem Uebertritt bei Anlaß einer allgemeinen LandeSsteuer sein Ver-mögen zu gering angegeben und war vor den evangelischen Stab geladen und um 1(19» Thaler gestraftworden. Die Katholischen von Glarns verlangten, daß Streift vor dem katholischen Stab zu berech-tigen sei. Nachdem die Versuche, die Sache auf gütlichem Wege beizulegen, gescheitert waren, fragt derkatholische Gesandte instructionSgcmäß die Konferenz um Rath, was in dieser Sache zu thun sein möchte/indem er auf daö dem Vertrag von 1683 zuwiderlaufende Verfahren von Seite der Evangelischen und ausdie anerkannteFreistellung der Religion" hinweist und die Zulässigkcit eines besonder» Rechtes für dieKonvertiten bestreitet. Die Konferenz mißbilligt daö Verfahren der Evangelischen und erklärt cS den Verträge»zuwiderlaufend, räth aber einstweilen in der gemeinsamen Sitzung die Sache nicht zur Sprache zu bringe»,sondern den Schultheiß Göldlin zu ersuchen, mit den Gesandten von Zürich und Bern zu reden, daß durchihre Vermittlung die Reformierten von GlaruSsich zu begreifen bewogen werden möchten." Die Mittel desKonvertiten sollen einstweilen noch an dem Ort stehen bleiben, wo sie sich dermalen befinden. Nachdem derkatholische Gesandte noch ferner eröffnet, daß auch die reformierten Stände das Verfahren seiner reformierte»Mitlandleute mißbilligen und deßwcgcn an dieselben ein Schreiben abschicken »Verden, wird beschlossen, ein solchesauch von den katholischen Ständen an dengemeinen Stand Glaruö beider Religionen" abzuschicken. 5 2e. Solothurn bringt folgende Beschwerden vor: 1) daß seinem Bürger Machet, der Doctor und Profess^der Sorbonne sei, von seinem ererbten Patrimonium zuwider den Traktaten und Bündnissen der zwanzigstePfenning, 2) daß dem Prälaten von Maria Stein von seinen Gütern in Leimen zuwider den königliche»Ordonnanzen statt 18 LivreS 20» gefordert werden. Freiburg führt wiederum Beschwerde, daß die in Frank'reich befindlichen schweizerischen Kauf- und Handelsleute der Kopfsteuer (Capitation) entgegen den Tractatt»unterworfen werden. ES wird gut befunden, auf die LegitiinationStagsatzung die Gesandten wegen diesckBeschwerden zu instruieren; Freiburg aber möchte sich vorher Kenntniß von den Ansichten des Ambassadolsverschaffen. 8 3. «R. Die von derKompagnie der Schwcizcrguardic in Diensten Jhro Königlichen Majestät >»Turin" in einem Schreiben niedergelegten Klagen gegen den Gardchauptmann Kyd werden retvi-vlick»»"genommen und den Gesandten von Schwyz in Abschrist übergeben. 8 1. LucernS Gesandte werden ersuchtihr Stand möchte wegen der noch rückständigen Gelder der Officicrc des reduciertcn kaiserlichen Nicderöstischs»Regiments an den kaiserlichen Hof eine Rccharge abgehen lassen, da in dieser Sache noch keine Antnwrt cingctrosft"sei. 8 5. 1, Während bei der Stiftung dcö Uollaßium iielvvtieum verordnet worden war, drei Alumnen anzunehius^werden dermalen nur zwei angenommen. Dennoch will man einstweilen damit zuwarten, Remonstrationen dageg^zu machcu. 8 7. x. In Betreff der Unterhandlungen wegen Beschränkung der Kirchenimmunität bcrich^LucernS Gesandtschaft, daß sie bereits drei Deputationen dcßwcgeii an den Nuntius abgeschickt und endl^die Antwort erhalten habe, daß er täglich eine Antwort von Rom erwarte. wird gut befunde"