Mär, bis Juli1744.
7
französische Truppen im Elsaß unb Truppen der Königin von Ungarn im BrciSgau und Frickthal sich ver-sammeln wurden, veranlaßte Basel eidgenössische Repräsentanten zu verlangen.
Die eidgenössischen Repräsentanten kommen den 27. März in Basel an. Nachdem sie von der Lage dcSNeuen HanscS einen Augenschein genommen, verlangen sie vom ungarischen Botschafter im Namen der Eid-genossenschaft die Entfernung jenes OfficicrS. Der Botschafter antwortet, daß er, obgleich sich die Eidgenossen-schaft neutral erklärt habe, doch „eine ziemliche Prädileetion Frankreichs" wahrnehme, da man anfangs einenvom Grafen von Sachsen bestellten Chevalier d'ESpagnac, hernach den Chevalier de la Touche zu Basel ge-litten habe. Werde letzterer entfernt, so werde auch jener Offirier vom Neuen Haus zurückgezogen werden;übrigens erwarte er Befehl von seiner Königin. — Am 9. April langte der Marschall de Coignp in Hö-ningen an. Vier Deputierte von Basel becomplimentierten ihn den ll). April, gaben ihm Erläuterungen in Be-treff dcS österreichischen OfficierS auf dem Neuen Hause und suchten ihn zu bestimmen, von dem Begehren nachEntfernung desselben zu abstrahieren. Den eidgenössischen Repräsentanten, welche bald darauf nach Hüningensich verfügten, antwortete der Marschall, daß er auf die Anwesenheit jenes OfficierS kein so großes Gewichtlege, wohl aber darauf, daß die Neutralität genau beobachtet werde. Hätten auch die Franzosen keineswegsdie Absicht, den schweizerischen Boden zu berühren, so würde ihnen jedoch, wenn die Ocsterreichcr nur einenSchritt darauf thätcn, nicht zu verargen sein, wenn sie den Feind, wo sie ihn anträfen, aufsuchten; die Eid-genossenschaft möge also ihre Grenzen wohl verwahren, um nicht zum Kriegsschauplätze zu werden. Dicß wirdan Zürich berichtet und darauf auch das Verlange» ausgesprochen, man möchte die folgenden Repräsentantenund etwas Mannschaft bereit halten und die nächste Johannitagsatzung nach Baden ausschreiben. Da aberdie Kriegövölker sich rheinabwärtS zogen, wurden die folgenden Repräsentanten nicht mehr requiriert; die anwesen-den verlängerten ihre» Aufcnhalt bis zum 19. Mai.
S.
(Hemeineidgenössische Tagsajzung.
Arauenfeld, 0. vis 23. Juli 1744.
lStaatöaretnv
Gesandte. Zürich. Johann Kaspar Escher, Bürgermeister; Johann Konrad Escher, des Raths, Alt-Seckel-mcistcr. Bern. HieronpmuS von Erlach, Ritter des preußischen schwarzen AdlcrordcnS, Schultheiß; ChristianWillading, Ritter von St. Marco, des Raths und Venncr. Luc er». Aurelian Zurgilgen, Statthalter; Ul-rich Franz Joseph Segesser von Bruncgg, Venncr und deö Raths. U r i. Franz Martin Schmid, Landammann;Joseph Florian Scolar, Alt-Landammann. Schwyz. Franz Laver Ignatius Würuer, Landammann; FranzMichael Lavcr Reichmuth, LandSstatthaltcr. Unterwaldeu. Johann Jost Ignatius Jmfeld, Landshauptmannund Landöseckclmcister; Johann Joseph Omli, block. I), .. dcS Raths, von Obwalden; Jakob Michael Zelger,Landammanu von Nidwaldcn. Zug. Johann Peter Staub, Ammann; Johann LeontiuS Andcrmatt, desRaths. GlaruS. Johann Kaspar Häuser, Landammann; Othmar Zwicki, block, vi.. LandSstatthaltcr. Basel.Johann Rudolf Fäsch, Obcrstzunstmeister; NiklauS Harscher, dcS Raths. Frei bürg. NiklauS Anton vonMontenach, Schultheiß; Franz Anton von Montenach de Rosiere, dcS Raths und Seckelmcister. Solothurn.Franz Victor Buch, Schultheiß; UrS Joseph Sury, Stadtvcnner. Schafshausen. Johann Balthasarvon Pfistcrn, block, vi-., Statthalter; Johann Heinrich Keller, dcS Raths und Seckelmeistcr. Appenzell.Johann Jakob Gpgcr, Landammann von Jnncrrhodcn; Adrian Wetter, Landammann von Außcrrhoden.