nach dem altfranzöfifchen Versroman von Roßert fe diaßfe erzählt neuerdings Tegethoff, I,30f., nach der Fällung Etiennes, die auch in der Scafa cefi, 163af. wiederkehrt, Lecoy de laMarche, L'Esprit de nos aieux, 127f.
Das dem Teufel oder einem andern Wefen verlchriebene Kind ilt ein außerordentlichhäufiger Zug, der in einer ganzen Reihe von Märchen wiederkehrt (Bolte-Poli'vka, II, 329,I, 21, 98, II, 526, III, 107, 322, 465, Chauvin, V, 176, VI, 84, Hemacandra, 190), geht ervielleicht auf die weitverbreitete Opferung der Erftgeburt <Frazer, GofJen Bougß, IV,171-192) zurück?
53. Der teuflifdrie Knedlt. Nach dem 36. Kapitel des 5. Buches des Diafogusmiracuforum von Caefarius von Hcilterbach/ f. Möncßsfatein, 115f., Nr. 97.
Über die Verbreitung diefer Gefchichte f. Boltes Noten zu Pauli, Nr. 92, weiterG. Milchfack, Hiftoria D.Joßannis Taufii, 1897, CCXLIV-CCLIV, dazu ). H. Wolf, Bei-träge zur deutfcßen Mytßofogie, 1852f., II, 252f., A. Kaufmann, Caefarius von HeifterßaS,1862,137, J. Petfch, Die Gfodie, 1918, 71 f., Alf. De Code, VoKsfage, Vottsgefoof en Vofßs.ßruiß, Antwerpen, 1918, 56f. Ähnlidie Gefdiichten, wo fieh der Teufel als hilfsreich erwcilt,f. bei Grimm, D. Sagen, Nr. 175, Kirchhof, Wendunmutß, V, Nr. 247-249, Lutßers Tifcß-reden, V, 480f„ IV, 682, V, 481, R. Kühnau, Sdfe//fSe Sagen, 1910 f., II, 669 f., Peuckert,Scüfefifiße Sagen, 262 f. u. 320, G. Milchfack, Gefammefte Auffätze, 1922, 237, 238. DieVerclingung als Knecht gefchieht, um den Ritter zu verderben: Köhler, II, 613f., dazu Odov. Ceritona bei Hervieux, IV, 369, Klapper, Erzäßfungen, 304f., CatofRom, II, 628, F. H.v. d. Hagen, Gesammtaßenteuer, 1850, III, CXXVI, CatofRom, III, 537, Nr. 8, 551, Nr. 41,566, Nr. 94/ vgl. auch CatofRom, III, 85, Nr. 29 <Et. de Bourbon).
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Die Aufgabe, Löwen-<Tiger-)milch zu holen, begegnet in vielen Varianten des Grind-kopf- oder Goldener-Märdiens <Bolte-Polivka, III, 94f.>, weiter in vielen Fällungen des inIndien fehr häufigen Märdiens von dem Sohne der flehen Königinnen, zb. Knowles, Tofß-TafesofKasßmir, 45, Maive Stokes, Indian Tairy Tafes, London, 1880,178 <Bolte-Polivka,III, 433f„ Frazer, Gofden Bougß, XI, 138, n. 1), fchfießlich in vielen Verfionen des oben, 191erwähnten Märchens von der treulofen Mutter oder Sdiwefter (zuletzt bei M. Boehm undF. Specht, Lettifdj-fitauifSe VoKsmärdien, 1924, 51 f. und 325, Nr. 5).
An ein wichtiges Problem, das auch in der Einleitung diefes Buches geftreift wordenilt, rührt die Verwandlchaft eines jüdifdien und eines indifchen Apologs, in denen die Heilungdurch Löwenmilch eine Rolle fpielt. Der jüdilche, der in einer Reihe von Varianten erhaltenilt <f. L. Seligmann, Paraßefn, Legenden und Gedanken aus Tßafmud undMidrafdJ, 1863,365, B. Königsberger in ZW, VI, 156f„ bin Gorion, Born, III, 293f.>, erzählt in der vonbin Gorion III, 71 f. wiedergegebenen Fällung, die fidi von den andern nur in Nebenfächlidiemunterlcheidet:
Einem erkrankten Perferkönig erklären die Ärzte, nichts als Löwenmilch könne ihnheilen, und fo fchickt er feinen Leibarzt zu König Salomo mit der Bitte, ihm Löwenniildizu verlchaffen. Salomos Feldhauptmann Benaja ben Jojada beforgt dies, indem er einerLöwin zehn Tage hintereinander ein Zidclein zuwirft und dabei immer näher an fie heran-tritt/ (chliefilidi wird fie fo zahm, daß er mit ihr fpielen kann, er faugt einen Augenblickan ihren Zitzen und kommt mit der Milch zurück. Diefe erhält der Leibarzt und zieht ab.Auf dem Wege in die perfifche Heimat träumt ihm, wie feine Körperteile miteinanderftreiten, wer das meifte Verdient an dem Herbeilchaffen der Milch habe. Die Füße fagen,
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