nehmen und fie dir auf der Stelle wieder einfetzen.« .Als aber der eine dem andern denKopf nahm, fetzte er ihn ihm in der Eile verkehrt auf,- und er fagte: »Ilt es gut gemacht?«Sagte der andere: »Ja, aber es fcheint mir, ich fehe immerfort meinen Hintern.« Als danndiefer dem andern die Augen herausnahm, kam ein Vogel und raubte eines. Da nahmer eines von einer Katze und fetzte es ihm ein, und er fagte: »Ilt es gut gemacht?« Ant-wortete der andere: »Ja, aber es fcheint mir, das eine von meinen Augen fieht immerfortnur nach Katzen und Mäufen!«
Der zweite Teil diefer Schnurre Itimmt zu Gefia, Nr. 76 <OefterIey> und zu Deut/dieTexte des Mittefafters, XIV, 119f., Nr. 147, wozu Bolte-Polivka, III, 552f. zu vergleichenilt/ der erfte Teil kommt in ähnlidien Verbindungen wie in unferm Märchen des öffern vor.So wie in diefem der Reiche auszieht, um den Zorn Gottes zu fuchen'), fo will in andernMärchen der Held das Fürchten lernen oder den Tod jluchen ufw., und dabei ergibt fich dieVerkehrung feines Kopfes/ vgl. dazu G. Rua im Giornafe storico, XVI, 241, Ad. Ritters-haus, Dieneuisf. Vofüsmärdien, 373-378 <H, und J. Naumann, Isf. Vofksm., 233) und Bolte-Polivka, I, 29, n. 1. Weitere Varianten ohne diefe Einleitung befpricht Bolte in der ZW,XI, 262 n. 2 2 >.
Es darf wohl erinnert werden, daß fich das Motiv des Auffetzens abgefchnittener Köpfefchon in der um 1700 v. Chr. niedergefchriebenen Erzählung von König Cheops und denZauberern findet/ f. A. Wiedemann, Aftägyptifdoe Sagen und Märdien, 1906, 11,14f.
51, Der tote Gafi. Nach der 164. der von J. Klapper herausgegebenen Erzä'ßfungendes Mittefafters, 1914, 356f., zuerft veröffentlicht von demfelben in den Stud. z. vgf. Lite-raturgefch., IX, 191 f., dann nach einer andern Hf. in den Exempfa aus Handfißrifien desMittefafters, 1911, 36f. Nr. 46/ vgl. desfelben Unterfuchung Die Quetfen der Sage vomtoten Gafle in der von Th. Siebs herausgegebenen Tefifcßrifi zur Jahrhundertfeier der Uni-verßtät zu Bresfau, 1911, 202-231.
Zuletzt hat über den Stoff Alfons De Cock gehandelt in den Studien en Essays overoude vofßsverteffefs, Antwerpen, 1919, 108-152, 308 f., leider ohne Berückfichtigung dervon V. S. Armeto, La ferenda de Don Juan, Madrid, 1908 beigebrachten, freilich allefamtjungen Varianten der Sage, über deren Herkunft noch nichts Schlüfilges vorliegt.
52. Das Teufelsktnd. Nach einem Predigtmärlein in dem Tractatus de diversismateriis pruedicafnfihus von Etienne de Bourbon (Anecdotes historiques, fegendes etapofogues, publ. par A. Lecoy de la Marche, Paris, 1877, 145f., Nr. 168)/ f. Weflelski,MönSsfatein, 15f. und 202f., Nr. II.
Zu der Märchengruppe, in die die Legende oder Sage von Robert dem Teufel auf-gegangen irr, vgl. Bolte-Polivka, III, 94-114 und V. Tille in den TTComm., Nr. 34, 1-65,-
>> In Giov. Villanis Cronica, I. VII., c. 121 (Cronidie di Giovanni, Matteo c Filippo Villani, Trleste,1859, I, 159) Pafft Marco der Lombarde zu dem Graten Ugolino dclle Gherardesca: »Non vi falla altro chel'ira d'Iddio.« Ober dielen Mann ilt denrt audi der Üorn Gottes gekommen, wie man in Dantes Inferno, c.XXXIII naddelen mag.
*> Vorher erörtert Holte an diefer Stelle jenes fchon In der Vetalapaiicavimsatifa (Uhle, 47 F., 152 f.,Somadeva, 11,264) vorkommende Motiv der Vcrtaufdiung zweier Köpfe,- zu diefem' liehe noch ZW, VIII, 465^XII, 454, XXI, 102 <^= Zacharlae, Kl. Sdir., 131>, Kat/idratnäiara, II, 116f„ Nr. 154 = Hertel, Indi/djeMärchen, 174t., Dracott, Simta Piffage Tales, 104f., Lorimer, 247f. (bachtijärifdi), Bolte-Polivka, III 55<grulinifch), Wander, V, 15, Nr. 335 =-- Merkens, Was fldi das VoiS erzäült. 61 f., Nr. 74, PTP, XVII, 54 =,Tegctholf, franz. Voltism., II, 212, weiter die zweite der Venezianifdien Novellen von PVanz Frh. v. Gaudybetitelt Antonetfo, der Gondotier. In gewilfer Beziehung gehört vielleicht hierher auch noch eine Erzählungder D/JannapariAsü Amitagatis <Mironow, 28>.
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