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Märchen des Mittelalters
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48. Die Ermordung der Greife. Nach der Erzählung des driften Weifen im Dolo'patßos, Hilkas Ausg. 57 f./ die alte deutfehe Überfetzung in dem Altd.BI, I, 149 f., f. ChauvinVIII, 199 <Clou(ton, lioofi of' Sindißad, 360f.>.

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Zu der bei allen Völkern zu der Zeit ihrer Kindheit verbreiteten Sitte, die Greife zutöten, vgl. Gottfr. Schütz, Der Leßrßegrif 256-261, E. Rohde, Der griecß. Roman, 1876,230,Frazer, Golden Bougß, IV, 9-14, P. Herrmann, Heldenfagen, 565 f., 581 f. Ober Erzäh-lungen, die das Abkommen des Brauches motivieren wollen, handeln Bolte zu Frey, 262f.,Nr. 129 <dazu ZW, XVII, 184, n. 1), Poh'vka, ZW, VIII, 25 f., Köhler, II, 324f., 401 f.,Chauvin, VII, 84, Bolte-Polivka, 11,366,n. l,Zachariä, Kl.Scßr., 69f/zu den dort gegebenenNachweifen kommen noch Chavannes, III, 3 f., Nr. 400 und 13, Katßäratnfißara, II, 271 f.,Nr. 215 und Hertel, Ind. Märden, 91, Nr. 28.

Über die Aufgabe, den beften Freund, den ärgften Feind ufw, vorzuführen, vgl. außerzumTeildenfoeben genanntenStellenKöhler,I,415f.,455,n. 1 und W. Anderfon, TTComm.,Nr. 42, 357, weiter in Verbindung mit dem Motive von der Tötung der Greife eine in einemum 1300 verfaßten Ovid-Kommentar mitgeteilte Novelle (Novelle di Ser Andrea Lanciano,Bologna, 1873, 25f.>, die Borghini in feine Ausgabe der Novelle antieße als 100. <94.> Stückaufgenommen hat <f. D'Ancona, Studj, II, 150f.>, das 16. Kapitel des Tractatus de diversisßistorüs Romanorum, hg. von S. Herzftein, 7f. und 43, ein Märlein der Compifatio singu'iaris exenipforum, 119a und CatofRom, III, 201, Nr. 20,- felbftändig erfcheint die Aufgabeim Katßäratnäkara, II, 259f„ Nr. 213.

Die Treue des Hundes und die Untreue der Frau werden noch in einer Reihe andererGefchichten einander gegenübergeltellt: zuerft foll die Frau, dann der Hund entfeheiden,welchem Herrn fie angehören wollen/ die Frau läuft zu dem Fremden, der Hund bleibt beifeinem Gebieter. Zu diefen Gefchichten, von denen G. Paris ZW, XIII,21,n.4 eineSpur inunferm 3. Märchen finden will, vgl. man M. Friedwagners Einleitung zu der VengeanceRaguideiwon Raoul v. Houdenc, 1909, CLVI und CLXXXV, aber auch das von Bolte-PoKvk.iI, 198 befprochene perfifch-armenifche Märchen (über die Rolle des Hundes in den Variantenf. Benfey, I, 453), Chauvin, VIII, 161 f., G. Jungbauer, MärSen aus Turßeftan, 159 1 ),Lorimer, 242f. <bachtijarifch>, Swynnerton, 25f.

49. Das Magnificat. Nach dem 51. Exemplo Juan Manuels, Knuff, 241 f.,- vgl.Chauvin II, 161 f.

Mit diefem Erzählungsftoffe hat fich H. Varnhagen zweimal befchäftigt: zuerft in demBuche Ein tndifißes Märdien auf feiner Wanderung dureß die afiatifeßen und europaifeßenLiteraturen, 1882, dann zwei Jahre fpäter in LongfelTows Tales of a Wayside hin undißreQuellen, 18-60 <1882 kannte Varnhagen die Faffung des Conde Lucanor noch nicht, wohlweil fie in der EichendorfFfchen Überfetzung fehlt/ dies ift auch der Grund, daß gerade fiehier aufgenommen worden ift).

Eine Unterfuchung über die Herkunft diefer Märchen müßte, wenn fie auch nur halb-wegs beweiskräftig fein follte, fo breit angelegt werden, daß fie einen ftattlichen Band füllenwürde/ fo fehr hat fich in den letzten dreißig Jahren das Material zu den von Varnhagen

'> In anderen auf dem Hätim^Roman beruhenden Märdien fehlt dlefe Epifode; fo Bagfi o Bafiär <f. TheTaft of the Tour Durwssh, transl. by L. F. Smith, Calcutta, 1860, 53f.>, llricteux, 83f. und R. I evy, 57f.

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