Den Nachweifungen Bolte-Poli'vkas, I, 377-388, kann ich nur die Erwähnung desmärchenhaft fchönen Epos Gevatter Tod von Albrecht Sehaeffer <1921> anfügen.
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Die buchrtäbliche Auslegung eines unbedacht gegebenen Verfprechens ilt wieder einZug, der überall und nirgends daheim ilt: der fpanifche Graf, der fich dem König Ferdinanderft zu (teilen braucht, bis er feinen Bruder begraben hat, und nun diefen einbalfamiert mit fichführt, der Delinquent, den Heinrich III. von Frankreich nicht früher henken laßen will, alsbis er die Formel gefprochen hat: In manus tuas commendo etc., der Engländer, der ein Gutunter der Bedingung kauft, daß er es nach völliger Ausfchlagung des Waldes bezahlen wird,der Züricher, den Graf Rudolf von Habsburg zu fchonen verfpricht, »biß er zuvor die Höfenwieder auffgezogen hette«, der Perfer al Hormosan, dem der Chalif Omar fagt, er werde nichtgetötet werden, bevor er das Glas WalTer ausgetrunken habe, fie alle find Brüder unfersHelden, aber auch Verwandte Nornagests und Meleagers, denen das Leben eben durch dasgefiebert wird, das ihnen den Tod hätte bringen follen.
18. Die drei Käftdien. Nach dem 218. Kapitel der Gesta Romanorum, hg. vonW. Dick, 1890, und dem 251. des Oesterleyfchen Textes/ f. Oesterley, 747 und Weflelski,MöitSslatein, 232 zu Nr. 91, weiter das fchon zitierte Budi H. Schmidts^/cwö <1901 >, haupt-fächlich 127 f.
19. Der verbundene Finger. Nach der Compifatio singufaris exempforuw,abgedruckt bei Hilka, 14.
Eine Abhandlung von Gaston Paris über diefe Erzählungsgruppe ilt posthum in derRomania, XXXII, 481-551, veröffentlicht worden,- 484f. befpricht er diefe Gefchichte, 487f.die hier als Nr. 46 mitgeteilte.
20. Die drei flinken Brüder. Nachdem Predigtmärlein bei Johannes Gobü,Scalacell, Ulm, 1480, 99a.
Den Nachweifungen von Boltc-Polivka, III, 10-12 und Th. Zachariae, Kleine Schriften,1920, 319-322 habe ich nur beizufügen, daß die Erzählung der Nouvelle faßrique vonPhilippe d'Alcripe in dem Tßre'sor des re'cre'ations, 192f. wiederkehrt und von H.Engelgrave,Lux evangeiica, 1, 264 lateinifch bearbeitet worden ilt. Zu dem fchon oben, in der Anmerkungzu unferm 4. Märchen erwähnten Kunftltück, die Federn eines geöffneten Bettes beifammenzu behalten, vgl. Ad, Rittershaus, Die neiiisländi/chen VoIßsmäraSen, 1902, 164 und 285<= H. und J. Naumann, Isländifd)e Volksmärchen, 1923, 21 lf. und 151 f.) und K. Müller-Lisowski, Irifcße Voftismärdöen, 1923, 47 und 64-
21. Die drei faulen Brüder. Nach dem 22. Kapitel der Gesta Romanorum, hg.v. W. Dick.
Die Literatur zu diefem Märchen verzeichnen Bolte-Polfvka, III, 207-213, und Boltezu Pauli, Nr. 261.
Die erfte Faulheitsprobe, zu der auch Seb. Brant, Narrenfchiff, Kap. 97, v. 1-4 zuvergleichen ilt, hat eine Parallele in einem allerdings jungen Märchen der lool Nacht(Chauvin, VI, 64),■ dort erzählt der Held, er fei, wenn er an heißen Tagen fchlief, und die
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