von Joh. Sommer im Empfastrum Cornefianum, 1605 als Nr. 86 bearbeitet worden
<f. A. Weflelski im Eupßorion, XV, 17).
An die Stelle der zehn wilden Stuten, die der Teufel in unferer Fällung lieber hüten
will als ein fo fdilechtesWeib, find in dem Promptuarium von 1322 fünf Rudel ungezähmter
Stuten getreten/ in der Mensa pßifosopßica nennt der Teufel »omnes porcos sylvestres«,
und die Compifatio singufaris exempforum fügt bei »unius foreste«. Bei Tritheim fagt der
Teufel, er wolle lieber alle Schweine in ganz Sachfen hüten, und Celtes läßt ihn fagen, bei
Schweinen oder Grillen würde er ein bellerer Hüter fein. Bei Hans Sachs findet fich nichts
dergleichen. Bei Abstemius erklärt der Freund, dem der Gatte ein fchweres Stück Geld ver-
fprochen hat, wenn es ihm gelingen werde, die Frau zu hüten, nach einigen Tagen, er ver-
ziehte auf das Gefdiäft, und fügt hinzu, »si necesse sit, malle se anno integro saecum plenum
pulieibus quotidie in pratum deferre, solutoque saeco eos inter herbas pascere, vespereque
facto omnes domum reducere, quam una die impudicam mulierem servare«. Cognatus läßt
den Freund erklären, »malle se singulo mane pulices, quantum Saccus capere queat, pascendos
in agrum exportare et dispergere, deinde vesperi rursus singulos in saecum congregare et
domum referre . . .«, und Waldis:
. . . wolt lieber jar und tagfünfhundert floh(r> in einem sackzu felde tragen alle morgen,fchütten ins gras und dafür forgen,daß ers brecht wider all zumalund im nicht einr feit an der zal,denn daß er folt mit großen farenein unkeul'ch weib ein tag bewaren.
Diefes Flöhehüten, zudem noch auf K. F. W. Wander, Deut/Ses Sprießwörter-
Lexikon, 1867 f., Nr. 19-21 33, 34 und 60 zu verweifen wäre, erinnert an das in Märchen
fo häufige Hafenhüten <f. Köhler, I, 58, 68, 554), aber auch an die Aufgabe, ein Federbett
zu öffnen und die Federn wieder zu fammeln/ zu diefem vgl. die Noten zu unferm
20. Märchen.
5. Sdllimmer als der Teufel. Nach einem deutfehen Predigtmärlein, aus einerHandfchrift des 15. Jahrhunderts mitgeteilt von Fr. Pfeiffer in der Germania, III, 423f.
Die ausführlichfte Unterfuchung diefes Märchens, delfen für uns bis jetzt frühefte Fällungvon dem Barcelonaer Juden Joseph bin Sabara <Ende des 12. Jahrh.) ftammt, hat H. Knuffin feiner Ausgabe des Conde Lucanor, 1900, 386f. gegeben/ außerordentlich reiche Er-gänzungen bietet Köhler, III, 12, n. 1. In A. Weffelskis MönSsfatein, 27f. ift die Fafiungüberfetzt, die fich in dem Tractatus de diversis materiis praedicaßifißus des 1261 geftorbenenDominikaners Etienne de Bourbon findet (Anecdotes ßistorigues, fegendes et apoCogues,publ. par A. Lecoy de la Marche, Paris, 1877, 403/ f. desfelben Esprit de nos aieux, Paris,f, d., 253f.>/ diefe ift wohl die ältefte in der Exempelliteratur, kehrt auch in Joh. HeroltsPromptuarium exempforum und auszugsweife bei Joh. junior <Gobii), Scafa cefiunA in demLißro de fos enxempfos wieder. Daß hier eine um fo viel jüngere Verfion wiedergegebenwird, ift durch die Erwägung begründet, daß fie, erftens, mit dem unglücklichen Ausgang eineältere, richtigere Form darftellt und, zweitens, fo ziemlich sämtliche Züge vereinigt, die mitdem Stoffe verwoben worden find.
Zu Knult und Köhler einige Ergänzungen: Cato/Rom, III, 507, Nr. 54, 399, Nr. 472,
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