einen Ring und hat auf diefe Weife Ichon ein volles Hundert zufammengebracht / in lool Nacßtfind es fünfundfiebzig (dazu vgl. Herodot, V, 176, aber auch ein Exempel Jakobs von Vitrybei A.WelTelski, MönSsfatein, 1909, 19 und 203, Nr. 12 und Cato/Rom, III, 20, Nr. 168).
Merkwürdig früh, noch vor Sercambi, findet fich in der deutfchen Literatur ein Belegfür das Einwandern des Motivs der in einer Truhe mitgeführten Gattin 1 ), nämlich in demGedichte Das weip in der ßifte von Heinrich Frauenlob <1250 —1318)/ f. Bolte in der ZW,XV, 229.
Ansonften vgl. man Chauvin, V, 188-191, VIII, 59 und W. A. Clouston, Tße Booß,o/Sindißäd, 1884, 225 f. und zu der Mißhandlung der Ehebrecherin durch ihren gemeinenLiebhaber Bolte in dem Neudruck von Wetzel, Die Reise der Sößne Ginffers, 1895, 217und Hertel, Jinaßirtis „Geßßicßte von Päfa und Göpäfa", 1917, 84 n.
2. Ritter« und Frauentreue. Nach der Handfchrift Ii.6. 11 der Univerfitäts-bibliothek in Cambridge, in diefem Teile abgedruckt von Alf. Hilka und W. Söderhjelm inihrer Ausgabe von Petri Alfonsi Discipfina cfericad's, Hellingfors, 1911, I, 68f.
Da die Handfchrift aus dem 13. Jahrhundert (rammt, fo mag diefe Gefchichte etwa gleich-zeitig, keinesfalls aber viel fpäter als das lateinifche Gedicht Mi/es gforiosus entftanden fein,das als die alterte Fällung diefes fo oft bearbeiteten Stoffes gilt/ über fein Vorkommen in derKunft- und in der Volksliteratur find außer einem Effay der beiden Herausgeber in denHelfingforfer Neupßifoßogifdien Mitteldingen, 1913 hauptfächlich J. Boltes Noten zu demAuffatze P. Toldos in der ZW, XV, 60-70 zu vergleichen. Bei Straparolas Novelle wärenoch auf F. W. D. Brie, Eufenfpiegef in Eng fand, 1903, 118, bei der Novelle Donis aufdie Noten in Petragliones Ausgabe, Lc Noveffe di A. T. Doni, Bergamo, 1907,201 zu ver-weifen/ vgl. weiter L. Frobenius, Atfantis, I, 1921, 149f.
Zu den Noten Boltes über den plötzlichen Übergang der Tatfachenerzählung in dieErzählung von einem Traume <I. c. 69) ein paar Nachträge: Das Ariftophanilche »Und dawachte ich auf« kehrt in den Schlußworten von Ciceros Somnium Scipionis wieder: »Niediscessit, ego somno solutus sum.« Der ebenfo fchließende Schwank von der Frau, die nurmit Nein zu antworten hat, ift in den Re'creationsfranfoises nur ein Abdruck aus der zuerft1644 erfchienenen EJite des Contes des Sieur d'Ouville <ed. Brunet, Paris, 1883, 1, 24f.)/ aufD'Ouville beruht auch die Fällung in der Arcadia in Brenta von Giovanni Sagredo<1. Ausg. 1667), Bologna, 1693, 145f. <vgl. Giamb. Marchefi, Per fa storia delTa novedaittid'ana, Roma, 1897, 88). Eine fündige Frau, die das Geftändnis ihres Fehltritts, als fie dieAnwefenheit ihres Mannes merkt, mit den Worten: »Und da erwachte ich« befchließt,begegnetin einerErzählung der Suväßaßuttarißatßä, einer zu Anfang des 18. Jahrhunderts abgefaßten
'> Der Gedanke, daß man eines Weibes nicht lieber wäre, felblt wenn man fic Im eignen Leib verwahrte,kehrt auch — ohne Erzählung — in dem 62. und dem 145. Dfchätaka wieder (Dutoit, I, 263 und 536>/ einegroteske Form hat er, um einen zeitlich und räumlich großen Sprung zu tun, in dem Recueit des Dames desSeigncurs de Bramhöme gefunden, wo ein Volkslied aus der Zeit Franz I. von Frankreich erwähnt wird{Oeuvres complites, Paris, 1858 f., XI, 150):
Qui voudrolt garder une femmen'aille du tout ä l'abandon.II faudrolt la fermer dans une plpeet en joulr par le bondon.
Ähnlich Tagt La Mothe le Vayer, Hexameron rustique, Colognc, 1571, 102: La morale sc prend de lapenseed'Esope, qui falt dire ä im bon homme porteur de deux jeuncs filles, qu'il n'eust pas voulu re'pondre dupucelagc de Celle qui e'toit derrlere luy.
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