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Märchen des Mittelalters
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abgewichen zu fein von Euerm Befehl, der ausdrücklich lautete, ich dürfe das, wasich Euch gefagt habe, niemand offenbaren, es wäre denn, ich hätte vorher hundert-mal Euer Antlitz gefehen. Als ich alfo dieferhalb genötigt worden bin, konnteich den Leuten nicht dienen, wenn ich nicht zuerft die Bedingung erfüllte, dieIhr genannt hattet/ und das habe ich getan: denn bevor ich es fagte, ließ ichmir von ihnen hundert Goldftücke geben, und auf jedem befah ich mir EuerAntlitz, das dort eingeprägt iCt f und erft nachdem ich das in ihrer Gegenwartgetan hatte, fagte ich es ihnen. Ich glaube daher nicht, daß ich in meinemWunfche, ihnen und mir weitere Unannehmlichkeiten zu erfparen, fo arggefehlt hätte.«

DerKaifer begann zu lachen und fagte: »Geh, guter Mann, du haft dichals größerer Meilter erwiefen als alle meine Weifen/ fo gebe dir Gott allesGute!« Und fo ging der Schmied frei und ledig vom Kaifer und kehrte infeine Werkftatt zurück zu feiner Arbeit.

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