glaubten fie, der Neuvermählte fei tot oder wund, und in diefem Glaubenwurden fie beftärkt, als fie durdi die Türritzen nur die Frau und nicht auchden Mann fahen. Und die Frau fchlich, da fie fie an der Tür fah, leife und ingroßer Furcht hin, und das erfte, was fie fagte, war: »Narren, unfelige, wastut ihr? Wie unterfteht ihr euch, an die Tür zu kommen und gar zu reden?Seid (tili! Sonft feid ihr allefamt Kinder des Todes und ich dazu!« Darob ver-wunderten fie fich alle baß,- nachdem fie aber erfahren hatten, wie die zweieinig geworden waren, priefen fie den Jüngling höchlich, daß er es verbandenhatte, das Erforderliche zu tun und fidi fein Haus ordentlich einzurichten. Undvon Stund an war die junge Frau die fanftefte und willigfte, und fie führtenmiteinander das fchönfte Leben.
Und ein paar Tage darauf wollte es der Schwäher dem Eidam nach=
tun, und er tötete auf diefelbige Weife einen Hahn/ feine Frau aber fagte:
»Wahrhaftig, lieber Freund, du befinnft dich etwas fpät: und wenn du hundert
Pferde töteteft, würde dir das jetzt nichts mehr nützen,-damit hätteft du früher
anfangen follen: jetzt kennen wir uns fchon zu gut.«
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