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Märchen des Mittelalters
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aneinander großen Troft gewannen, gefdiah es, daß fidi der Baum fo fehrrüttelte, daß die Birnen zu Boden und dem Gatten auf den Rücken fielen.Darum fagte der Gatte: Was treiblt du, Frau, daß du nidit kommft? Du wirf(tja die Birnen in Menge herunter.« Antwortete die Frau: »Ich habe die Birnenvon einem einzelnen Zweige haben wollen, und anders konnte ich fie nichtbekommen.«

Nun follt ihr willen, daß bei der Gefchichte der Hergott und St. PeterZufchauer waren, und St. Peter fagte zu dem Herrgott: »Siehft du denn nicht,welchen Streich die Frau ihrem Gatten fpielt? Gib ihm doch das Augenliditwieder, auf daß er fehe,was fein Weib treibt!« Sagte der Herrgott: »St. Peter,ich fage dir, kaum wird er fehen, fo wird fie audi fchon einen Grund, nämlicheine Entfchuldigung gefunden haben,- und darum foll er wieder fehen, und duwirft fehen, was fie fagen wird.«

Und der Gatte bekam fein Augenlicht wieder, und er blickte in die Höhe,und da fah er, was die Frau trieb. Und er fagte: »Was madift du da mit demManne? Das ift keine Ehre für dich oder für mich/ das ift keine Frauentreue.«Und fchon antwortete die Frau und fagte: »Hätte ich nicht das mit dem Mannda getan, fo hätteft du nimmer wieder gefehen.« Und als der Gatte diefe Rede

hörte, gab er fich zufrieden.

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