Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
193
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93Als Lombard=Lachard sich daselbst zeigte, bot ihm ei-ner von den Meuterern ein Glas Wein an und sagte:Sie mißbilligen es doch nicht, wenn wir dieseMeublen verbrennen? Er antwortete: Meineguten Freunde, ich bin gar nicht Willens, euchdasjenige zu verwehren, woran ihr ein Ver-güngen findet. Werft die Meublen, die ihrin Händen habt, ins Feuer und geht dannhübsch nach Hause. Die Plünderer erklärten ihm:Wir haben noch drei Häuser, die wir ausräu-men müssen. Lombard=Lachaud wendete nichtsdagegen ein; vielmehr äußerte er ganz laut:Das Volkist gut; darum ist es auch billig, ihm einigeFreiheit zu verstatten. Es hat hinlänglicheGründe, sich an dem Einen oder dem Andernzu rächen. In der Zwischenzeit warfen die Meuterervier Personen in die Flammen. Diese Unglücklichen hatteneinige kostbare Effekten wegzutragen versucht, anstatt sie zuverbrennen; sie wurden deshalb dem qualvollsten Tode zumOpfer. Zu wiederheltenmalen retteten sie sich aus der Glut,stießen ein schreckliches Angstgeschrei aus und zeigten demVolke ihre schon halb verbrannten Glieder; allein sie wurdensonder Erbarmen, in die Flammen zurück gestoßen und ende-ten ihr Leben unter namenlosen Schmerzen. Diese bedau-ernswürdigen Menschen waren nicht in das Geheimniß einge-weiht: sie hatten kein Geld empfangen und glaubten also,daß sie sich selbst bezahlt machen müßten. Lombard=La-chaud stand auf einem Stuhl und war Zuschauer dieserschauderhaften Auftritte. Der Pöbel drängte sich um ihnher und rief:Der Brodtpreis muß herabge-setzt werden. Der Maire versprach ihnen dies undPrüdh. Irrth. II. Band.