— 1fügte hinzu: „Tummelt euch, meine Freunde,und wenn ihr fertig seyd, dann geht ruhignach Hause. Ihr habt nur noch drei Häuserund damit könnt ihr bald gethan haben. —Als Lombard=Lachaud auf das Gemeindehaus zurückkam, schlug er vor, den Preis des Brodtes um vier Stüberherabzusetzen; dies ward beschlossen und öffentlich bekanntgemacht. Gleichwohl fuhren die Meuterer mit ihren Aus-schweifungen fort; sie stürmten das Haus des BürgersBraut=Goblet, plünderten es, und verbrannten alles,was sie darin vorhanden. Von dort zogen sie in die StraßeRecouvrance, und verfuhren in einem dasigen Hause auf dienämliche Weise. Lombard=Lachaud nöthigte die Na-tionalgarde unter den Waffen zu stehen, und eine müßigeZuschauerin aller dieser Gräuel abzugeben. Endlich kam auchdie Reihe an das Haus des Bürgers Prozet. Die Meu-blen wurden verbrannt; was aber die ganze Stadt in Furchtund Angst setzte, war dieses: die Räuber fanden einen an-sehnlichen Vorrath von Liqueuren und geistigen Wassern; die-sen warfen sie gleichfalls in das Feuer.So wurden acht Häuser das Opfer einer verborgenenParthei, in deren Händen der Pöbel ein bloßes blindesWerkzeug war. Man hatte Geld unter denselben vertheilt;denn mehrere sagten ganz lauf: „Wir wollen aufhö-ren; wir haben für die kumpigen sechs Livres,die man uns gegeben hat, schon zu viel ge-than.“ — Des andern Morgens (den 18. Sept.) ris-sen die Spitzbuben, auf öffentlicher Straße, den Frauenzimmernihre Ohrgehänge und andere Kostbarkeiten herab. Worüberman sich nicht wundern durfte, war folgender Umstand.Während der erzählten Verfälle, kam eine Bothschaft über
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