Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
192
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192gewaltsamen Mittel bedienen; das Volk übtim tiefsten Grunde, eine gerechte Rache. So-bald es dieselbe nur einigermaßen befriedigthat, wird es sich von selbst in Ruhe geben.Der Haufe verlangte, daß die Kononen, welche vor demGemeindehaus aufgefahren waren, losgebrannt würden;dies geschah; wenige Augenblicke nachher erfuhr man, daßdie Plünderung wieder ihren Anfang genommen habe. Plötz-lich gerieth der, bei den Kanonen befindliche Pulverwagenin Brand, flog mit einem schrecklichen Geprassel in die Luft,tödtete acht Bürger und verwundete eine große Menge.Man ſchrie über Verrätherei; die Kühnheit und Wildheitder Meuterer wurde dadurch noch größer, und alles, wasman zu ihrer Beruhigung sagte, blieb schlechterdings ohneWirkung. Man betheuerte, jenes Unglück habe sich durcheinen bloßen Zufall ereignet; ein Kanonier habe aus Unvor-sichtigkeit einen Funken auf einige, bei Abfeurung der Ka-nonen verschüttete Pulberkörner fallen lassen; der Kanoniersey selbst umgekommen u. s. w. Diese Vorstellungen blie-ben fruchtlos. 1)Die Munizipalbeamten überreden endlich den Maire,sich nach dem sogenannten Martroi zu begeben, und dortden Pöbel anzureden, der mit Plündern und Mißhandelnfortfuhr. Er trieb seinen Unfug eben in dem Hause desBürgers Mangas, so wie in drei andern Häusern, wel-che auf der Ecke des Martrei und der Königsstraße stehen.Als1) Späterhin wurde erwiesen, daß einer von den Meurererndas Pulver hingeworfen hatte, indem er sich den Kanonennahte, um zu untersuchen, ob sie wirklich alle abgefeuertwären.Der Verf.