—stube, wurde aber aus derselben hinweggerissen, und auf dasunbarmherzigste ermordet. Nachher schnitt man ihm denKopf ab, steckte ihn auf eine Pieke, trug ihn durch dieStraßen und schleifte den Rumpf hinterdreiu durch dieGoſſen.Dies war das verabredete Zeichen zur Vereinigungsämmtlicher Bösewichte. Sie stürzten in die Wohnungender Bürger Larousse und Legrand, reicher Kaufleute,plünderten diese beiden Handelshäuser, warfen die Meublenauf die Straße, zerschlugen und verbrannten sie. Nichtsnahmen sie mit als das vorräthige Gold und Silber nebsteinigen leicht fortzubringenden Kaufmannswaaren. — Esverdient bemerkt zu werden, daß Lombard=Lachaud,Maire und protestantischer Prediger, unter dem Vorwandeiner geistlichen Sendung, sich am vorigen Tage (den 15.)entfernt und nach Puiset, der Vorstadt, von Janville begebenhatte. Dort sagte er: „Morgen wird in Orleans einAufstand ausbrechen.“ Ein gewisser Leblois, der jüngere,durchlief die Straßen, nannte sich den Sprecher des souve-rinen Volks und den Stellvertreter des Maire Lombard-Lachaud. Die Munizipalität versammelte so viele Trup-pen als möglich, um den Ausschweifungen dieser RäuberEinhalt zu thun. Man bemerkte unter ihnen eine Mengeganz unbekannter Gesichter; viele waren fast nackt, oderdoch äußerst schlecht gekleidet; einige hatten aber auch sehrseines Leinenzeug. Sie waren eben im Begriff, den ganzentstellten Leichnam des unglücklichen Bobet vor dasGemeindehaus zu schleppen — sie wollten sich dieses Ge-bäudes bemeistern — als Lombard=Lachaud zurück kam.Dieser mißbilligte ganz laut die Zusammenberufung derNationalgarde und sagte: „Wir dürfen uns keiner
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