133erhalten, war die Antwort. Die Bürger sagten: „Wirstehen dafür ein; unserer fünfzig sind genug, um den gan-zen Haufen zu bändigen. Sollten auch die drei bis vier-tausend Rekruten, welche gegenwärtig in der Stadt sind,sich zu jenen Bösewichten schlagen — wir wollen schon mitihnen fertig werden.“ Jene Rekruten hatten fast gar keineWaffen; die Nationalgarde hingegen war außerordentlichgut bewaffnet.Der Maire, Namens Hurtaut, ein ehrwürdigerGreis, zerfloß in Thränen; allein sein Alter, und seine ihmangeborne Furchtsamkeit machten ihn zu raschen und ge-waltsamen Entschlüssen unfähig. Uebrigens hatten sich diekonstituirten Gewalten durch den Gemeindeprokurator Cou-plet, genannt Baucour, in Furcht setzen und niederdrücken lassen. Dieser Mensch war zu Rheims völlig fremdund wohnte daselbst erst seit Kurzem. Er war eigentlichaus Lüttich zu Hause, wo er Mönch gewesen war. DieserCouplet gehörte zu den gefährlichsten Ränkemachern;er führte den Vorsitz in der Volksgesellschaft und war einerklärter Anhänger Marats.Unter solchen Umständen, wie die gegenwärtigen, hätteder Gemeindeprokurator auf der Munizipalität seyn müssen;dort war sein Posten: da er aber zum Wähler war ernanntworden, blieb er absichtlich in der Wahlversammlung. Aufalle Bothschaften, die man ihm schickte, antwortete er mitkahlen Ausflüchten. Endlich bequemte er sich, die Mörderanzureden; sie hielten inne, als sie seine Stimme vernah-men. Aber bald begannen sie wieder. Der Gemeindepro-kurator, war er nicht mit den Pariser Mördern einverstan-den? Er war es; dies leidet keinen Zweifel.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten