Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
178
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178tuirten Gewalten ließen die acht Verhafteten sogleich ent-waffnen, und auf ihren bisherigen Zimmern in Verwahrungbringen. Am folgenden Tage wurden sie einzeln verhörtund in das Staatsgefängniß zu Pierre=Eveise versetzt. DasVeik sah ihrem Urtheil von Tag zu Tag entgegen, undmurrte über den Verzug, den man ihnen einräumte, alsman Pierre=Encise zu ihrem Verhaftsort wählte. Im-bert=Colomés versah, in Tolozaus Abwesenheit, dieStelle eines Kommandanten. Man sprengte aus, er begün-stige die Gefangene und wolle ihnen zur Flucht behülflichseyn.Am 9. Sept. 1792 regte eine gewisse Parthei den Pö-bel unter der Hand auf. Man muß, so hieß es, die Offi-ziere von Pierre=Encise wegholen, und sie in die gemeinenGefängnisse einsperren; die jetzt herrschende Gleichheit ge-bietet dies schlechterdings. Doch wuste der größte Theil derEinwohner Lyons nicht das Mindeste von dieser sogenanntenVolksbewegung. Männer, Weiber und Kinder versammel-ten sich, mit Prügeln und einigen wenigen Flinten bewaff-net, zwischen fünf und sechs Uhr des Abends. Sie nahmenihren Weg durch das Viertel von Bourgneuf und ſtiegenzum Schloß Pierre=Encise hinauf. Die schwache Besatzungwurde gezwungen, ihnen die Offiziere zu überliefern. Bisjetzt hatte sich keine der konstituirten Gewalten ihrem Un-ternehmen widersetzt; erst als sie mit den Gefangenensie hatten deren nur sieben gefunden vom Schloß herab-kamen, stellte sich ihnen der Maire Vitetent gegen. Dochhatte dieser keine bewaffnete Macht bei sich; er konnte alsonur den Haufen anreden und ihm vorstellen, wie strafbarein solcher Eingriff in die Gesetze sey. Man gab ihm zurAntwort:Wir wollen weiter nichts, als sie in das Ge-