177nicht die Septembermorde für die heilige Sache der Frei-heit gebracht! Sie haben ihren Triumph auf mehrere Jahr-hunderte hinausgerückt; denn lange wird man sich derSchandthaten erinnern, die im Namen dieser Himmelstoch-ter sind verübt worden.Morde, begangen zu Lyon am 9. Sept. 1792,im Gefängnisse des festen Schlosses Pierre-Encise, und in den Gefängnissen des heil.Josephs.Lyon hatte auch seine Septembristrer; zum guten Glückwaren die Gefängnisse nur schwach besetzt. Die konstituir-ten Gewalten dieser Stadt leiteten zwar nicht die Morde,ließen sie aber ruhig geschehen. Der Erfolg, den ihreSpießgesellen zu Paris gehabt hatten, machte die Mörderdreist. Den ersten Vorwand gab eine Anklage her, welcheein gewisser Petit=Guillaume, in Betreff des Drago-nerregiments Royal=Pologne, einbrachte. Dies Regimentlag seit zwei Wochen in Lyon; gegen das Ende Augustssollte es zur Südarmee aufbrechen. Ein Dragoner vertrautedem erwähnten Guillaume, die Offiiziere hätten sichvereinbart, zu den Piemontesern überzugehen. Diese An-zeige wurde beim Gemeinderath gemacht, als das Regimentsich eben zum Aufbruch anschickte; acht Offiziere wurdensogleich verhaftet. Ein Mißverständniß unter den Offizierenselbst — denn einige von ihnen wollten sich zu der entwor-fenen Verrätherei nicht bequemen — gab die nächste Gele-genheit zur Kundwerdung des ganzen Planes. Die konsti-Prüdh. Irrth. II. Bd.
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