175tung ihres Departements genug zu thun.“ — — Aber,mein Herr, die Gesetze befehlen, über ihre Sicherheit zuwachen. — — Was geht Sie das ank „ sagt der Ministerzum zweitenmal. —— So geben sie mir einen Befehl.Danton geht mit großen Schritten im Zimmer auf undab. . . . . . . „ Ich rath' ihnen, mein Herr, sichin diese Sache gar nicht zu mischen; das Volk verlangtRache.“ Mit dieser Antwort muß sich der biedere Al-quier begnügen.Mehrere blutige Gliedmaßen der ermordeten Gefange-nen würden in die Wahlversammlung gebracht, welcheeben damals in Versailles gehalten wurde, und auf demTisch des Präsidenten niedergelegt.Nach dem 9. Thermidor ward einem gewissen Schusterzu Versailles sammt seinem Weibe der Prozeß gemacht. Siewaren überführt, an den erzählten Mordthaten Theil ge-nommen zu haben. Sie wurden zum Tode verurtheilt, nah-men sich aber, eine Stunde vor ihrer Hinrichtung, selbstdas Leben.Die größten Vetbrecher sind aber nicht einmal zurRede gestellt worden. Und warum? Weil viele Konvents-glieder Mitschuldige der Mörder waren.So gehts fast immer, und das Sprüchwort behält Recht:kleine Diebe hängt man, aber große läßt man laufen. Dochmuß es den tugendhaften und gerechtigkeitliebenden Seelenzum Troste und zur Stärkung gereichen, wenn sie an die, tausend-fach bestätigte Wahrheit denken, die Verbrechen bleiben weh,eine Weile ungestraft; aber die Reihe kommt auch an sie.Das Beil des Gesetzes wird über ihrem Nacken geschwungen, estrifft und fehlt nicht.
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