— 1linken Arm gewickelt mit diesem schützte er den Kopf undsonderlich das Gesicht. Mehrere, die auf das Stroh ihrerWagen niedergeſtreckt waren, riefen mit kläglicher Stimme:„Um Gotteswillen! laßt uns nicht längerleiden; macht unſerer Qual ein Ende!“ denn dieſeUnglücklichen waren nur halb getödtet worden. Weiber(ach, warum doch immer Weiber?) gesellten sich zu denbluttriefenden Mördern; empfiengen die noch zuckenden Leich-name aus ihren Händen, und trieben den frechsten, denempörendsten Muthwillen mit denselben. Nie gab es einenſcheußlicheren Anblick. In das Röcheln der Sterbendenmiſchten ſich die Flüche der Würgenden; durch das Brül-ken der Henker tönte die Stimme des Jammers: Gnade!Gnade! Viele Zuschauer riefen ebendies; allein die Mör-der drohten ihnen mit ihren Säbeln und verwundeten so-gar einige, die ihr Gefühl nicht zu unterdrücken im Stan-de waren. Man bemerkte unter andern auch ein Weib,welches einen Gefangenen mit einer Pieke todt stach. Einfunger Mensch von zwanzig Jahren starb plötzlich; dererste Jammerruf stieß ihm das Herz ab.Folgenden Umstand dürfen wir nicht vergessen; er istein Zuwachs von Schuld für Danton. Man brachte dieGefangenen von Orleans nach Versailles. Alquier, gewese-nes Mitglied der ersten Nationalversammlung und Präsidentdes Departements der Seine und Oise, steigt zu Pferde, sprengtnach Paris und begiebt sich zum Justizminister. Er schildertihm die bösen Absichten, welche man gegen die Gefangenenhegt und dringt auf schleunige Verkehrungen.„Was geht sie das an? antwortet Danton in ei-nem rauhen Ton. Nehmen sie ihres Amtes wahr und mi-schen sich in kein anderes. Sie haben mit der Verwal-
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