—— 171Zusammenkunft sagte Prosper Dübail zu LeonhardBourdon: „Mein Kollege, Sie haben Sich viel zu Schul-den kommen lassen; jetzt können sie aber alles noch wieder gutmachen.“Am 2. Sept. kam ein Pariser Nationalgardist zum Bür-ger Prozet, einem Munizipalbeamten, und sagte ihm:„Fournier hat seine Mannschaft auf dem Mail versam-melt. Bourdon und er haben erklärt, das Dekret befehlezwar die Versetzung der Gefangenen nach Saumur; diesmüsse man aber nicht geschehen lassen, sondern sie vielmehrnach Paris führen. Sie sagten ferner zu den Soldaten: dieStellen, welche wir bekleiden, nöthigen uns, wenigstens denSchein anzunehmen, als wollten wir dem Beschluß der Na-tionalversammlung Folge leisten; ihr braucht dann aber nurzu rufen: Wir wollen nach Paris! diesen Schritt wer-den wir euch als Ungehorsam anrechnen, euch die bösen Fol-gen davon vorstellen, euch drohen; ihr dürft alsdann aber nurdesto lauter schreien: Es liegt uns den Teufel aneuch! Wir thun, was wir wollen; wir führendie Gefangenen nach Paris.„ —.— Kaum hatte derBürger Prozet dies erfahren, so eilte er zu Dubail undGarran=de=Coulon, welchem er die erhaltene Nachrichtmittheilte. Diese forderten so gleich Fournier vor sich, undverlangten eine bestimmte Erklärung, Ja oder Nein, ob er demGesetz gehorchen wolle. Der Schurke machte anfangs eine Men-ge Ausflüchte; nachher begehrte er, mit einem gewissen Baca-te, seinem Unterefehlshaber, auf einige Augenblicke in einbesonderes Zimmer treten zu dürfen. Dies wurde gestat-tet. Gleich darauf gieng Leonhard Bourdon in dasnämliche Zimmer. Er sprach zwar ziemlich leise, aberkonnte der Bürger Prozet, der ein sehr feines Gehör
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