Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
166
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166standen. Seine anscheinenden Bemühungen, die Pariser zurRückkehr zu bewegen, waren nichts als Blendwerk gewesen.Wir werden bald den finstern Schleichwegen nachspüren, aufwelchen dieses saubere Triumvirat, mit dem Verbrechen undder Habsucht Hand in Hand einhergieng.Die beiden Kommissarien kommen nach Orleans amletzten Sonntag des Augusts 179, gegen zwei Uhr des Nach-mittags. Um fünf Uhr begeben sie sich in den Klubb, kündi-gen ihre Vollmacht an und Leonhard Bourdon prahltzu gleicher Zeit mit seinen abschrulichen Grundsätzen.Der Bürgerrath zu Orleans hatte den Anzug der Pa-riser Armee erfahren. Er wußte, daß ihre Stärke nichtunbeträchtlich war; daß sie aus nichtswürdigen Menschenbestand und sechs Kanonen mit sich führte. Natürlich wares, daß er dadurch in Unruche versetzt wurde. Die Muni-zipalbeamten bemühten sich deswegen, mit den Kommissariensolche Verabredungen zu treffen, wodurch die öffentlicheRuhe und Sicherheit könne erhalten werden. LeonhardBourdon wandte alles an, um ihnen ihre Besorgnisse aus-zureden; er verbürgte sich für die guten freundschaftlichenGesinnungen seiner Truppen, der Bürgerrath war nichtim Stande, sich ihrem Einmarsch mit Gewalt zu widersetzener glaubte aber ihre Entwürffe gleichsam fesseln zu müssen.Man schlug vor, ihnen, in dieser Absicht ein starkes Detaschementder Nationalgarde entgegen zu senden. Dieses soll Brüderschaftstarb er. Der Pariser Gemeinderath und Henriot veran-stalteten ihm ein feierliches Leichenbegängniß, auf öffentlicheKosten. Auch Henriot war beim Mauthwesen angestelltgewesen; doch nur als Commis. In frühern Jahren war erBedienter bei einem Einnehmer.Der Verf..