165Gegen das Ende Augusts 1792, bewogen die unaufhör-lichen Verläumdungen, welche von der Rednerbühne desJakobinerklubbs auf die innere Verwaltung der Gefängnissedes hohen Gerichtshofes zu Orleans herabregneten, eineAbtheilung der Pariser bewaffneten Macht, nach jener Stadtzu marschiren. Ein Theil der Gesetzgeber gerieth über die-sen Zug in Bestürzung, und setzte ein Dekret durch, Kraftdessen jenes Detaschement zurückberufen und die schleunigeAbweise zweier Kommissarien, zur Untersuchung der Gefäng-nisse, befohlen wurde. Das Unglück wollte, daß LeonhardBourdon und Prosper Dubnil zu Abgeordneten er-nannt wurden. Sie holten jenen Trupp zu Longjumeau ein;der Beschluß der Nationalversammlung war ihm schon be-kannt, und er stand eben im Begriff, sich auch den Rückwegnach Paris zu machen. Leonhard Bourdon verhindertedies und lud den ganzen Haufen zum Frühstück ein. Mantrank tüchtig, und verfaßte darauf eine Bittschrift an die Na-tionalversammlung. Man hat in derselben, daß es der Pari-ser bewaffneten Macht erlaubt werden möchte, ihren Marschnach Orleans fortzusetzen. Dies wurde ihr nachher gestattet.Bourdon war schon damals mit Fournier und Lazous-ky, 2) den Befehlshaber des Trupps, auf genaueste einver-2.) Lazonsky war ein Pole von Geburt und hatte sich biszum 10. Aug. als ein Aristokrat bewiesen. Der Herzog vonLiancourt hatte ihn protegirt und an Calonnen em-empfohlen. Dieser verschafte ihm eine Stelle beim Mauth-wesen, welche jährlich 8000 Livres eintrug. Nie wendetewohl ein Mensch mehr Sorgfalt auf seine Toilette, als sie,zouély. Als er seine Stelle verlor, ward er plötzlich zumOhnehosen. Die Ermordungen zu Versailles krönten seinerevolutionäre Lanfbahn; denn wenige Monate nachher —
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