—164den Weg bezeichnet, welchen der grimmige Würger zu seinemSchlupfwinkel zurück nimmt. Die erste Reise machteBourdon in Angelegenheit der Staatsgefangenen, welcheauf seinen Befehl nach Versailles gebracht und dort erwürgtwurden; die zweite in Bezug auf die Ermordung von neunHausvätern, am 15. März 1793, wie wir dies in der Zeit-folge weitläuftiger erörtern werden. 1.)Am 30. Aug. erschien eine Deputation des Pariser Ge-meinderaths vor den Schranken der gesetzgebenden Versamm-lung, und forderte einen Beschluß, vermöge dessen dieStaatsgefangenen von Orleans nach Paris könnten gebrachtwerden. Einer der Abgeordneten fragte: „wofern ihr unsereForderung nicht bewilligt, können wir auch für die Rachedes Volks nicht einſtehen. Ihr habt uns gehört; ihr wißtdaß Insurrektion die heiligste aller Pflichten ist.“ Dies ein-zige Wort wäre hinlänglich um zu beweisen, daß der Ge-meinderath von Paris ein allgemeines Blutbad entworfenhatte. Die Schwäche des gesetzgebenden Körpers war dieStärke des Gemeinderaths; oder besser, der Gemeinderathhatte eine Menge Mitverschworne in der Nationalversamm-lung.1.) Höchst merkwürdig ist die Rede, welche dieser LeonhardBourdon im Französischen Klubb zu Hamburg hielt, wo-selbst er als Konsul seiner Nation residirte. Sie ist vom6. Ventose des 6. Jahrs (1798) und steht im Revolutions-almanach für 1799, Seite 148 und sog. Ihre Authenticitätist erwiesen. Würde aber wohl ein Deutscher in Frankreichdem gepriesenen Lande der Freiheit, eine ähnliche Rede hal-ten dürfen?Der Uebers.
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