Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
156
Einzelbild herunterladen
 

55das ist mir niemals in den Sinn gekommen. Im Gegen-theil; ich habe ein Mittel entdeckt, wie man Assignate ver-fertigen kann, die schlechterdings nicht nachzumachen sind.Ich habe sogar dem Minister Danton, kurz vor meinerVerhaftung, über diesen Gegenstand eine Denkschrift einge-reicht. Gleichwohl ward er niedergehauen.Dies erinnert uns an einen anderen, sehr charakteristischenZug Dantons. Er hatte nämlich den Grundsatz:Ineiner Revolution muß man nicht eher rechnen, bis die Re-volution völlig beendigt ist. Seiner Meinung nach, mußteman jede Art von Note, die an den gemachten Aufwanderinnern konnte, ohne weiteres in das Feuer werfen; odernoch besser, ganz und gar keine Rechnung über die Aus-gaben hatten. Er schlug sogar in seinem Rathe vor, inZukunft auf den Assignaten nicht mehr die Nummer unddie Folgereihe zu bemerken.Hier finden wir einen andern Grund des Hasses, wel-chen Danton gegen Rolland hegte. Letzterer bestand da-rauf, der Gemeinderath und die Minister sollten ihre Rech-nungen ablegen. Die Anstifter der Septembermorbe hat-ten ihren Zweck erreicht; sie hatten eine Niederlage füralle die Kostbarkeiten errichtet, die man bei den unglückli-chen Schlachtopfern fand. Viele Dinge von großem Werthgiengen verloren; aber mehr als einer weiß, wo sie geblie-ben sind.Sergent, Mitglied des Nationalkonvents, wurdeeinige Zeit nachher sehr reich; eben so Guermeur undmehrere andere, deren Namen zu nennen, überflüssig ist.Ganz Paris kennt ſie ohnedemDanton war als ein roher und wenig delikater Mannbekannt. Deswegen drängte sich immer eine Menge vonTaugenichtsen und Schmarotzern zu ihm hin.