Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
153
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153stehen alsdann schädliche, giftige Insekten; sie verunreini-gen die Luft, besudeln und verderben die allerschönsten undallergesundesten Oerter. Der große Hause weiß bald nichtmehr zu unterscheiden, auf welcher Seite das Recht ist; erläßt sich von denjenigen leiten, welche am besten zu schwätzenund am lauteften zu schreien verstehen. Das Volk spanntsich selbst vor die bluttriefenden Wagen einiger Partheihäup-ter, welche zum Glück, sich am Ende gegenseitig erwürgen.Ein Zug verdient indessen, zu Dantons Lobe, hieraufbehalten zu werden.Am 31. Aug. wollte der Aufsichtsausschuß des Gemein-derathes, oder besser, der Mordausschuß, den DeputirtenBrisser und den Minister Rolland verhaften und beidein den ersten Tagen des Septembers mit erwürgen lassen.Danton erfuhr es um ein Uhr des Nachts; lief sogleich zuRobespierre und stellte ihm die Gefahr eines solchen Schrit-tes vor. Robespierre erwiederte:Sind Rollandund Briffot nicht Gegenrevolutionisten? Dasist doch noch nicht erwiesen, sagte Danton, und zudemwird sich immer noch eine Gelegenheit finden, um sie nöthi-genfalls zu züchtigen. Von da eilte er in den Ausschuß desBürgerraths und sagte zu den Mitgliedern desselben, vor-züglich zu Marat:Du biß ein Hallunke. Der ganzeStreich wird verzehlen, wenn du solche Albernheiten nichtaufgiebst, Marat erwiederte:Für den Erfolg steh' ichmit meinem Kopfe. Wäret ihr all solche Kerls wie ich,dann würde wenigstens zehntausend solchen Schuftendas Lebenslicht ausgeblasen.Rolland wußte seinem Kollegen Danton diesenDienst niemals Dank. Er hatte gegen den Justizministereinen solchen Abscheu, daß der bloße Anblick desselben ihn