149„Bürger! man will Unordnungen in Paris erre-gen. . . . . . Im Namen der Menschheit beschwö-ren wir euch; seyd auf der Hut vor denjenigen, die euchzu Ausschweifungen reitzen wollen.“Sollte man nicht glauben, es sey damals von weiternichts, als einem unbestimmten Gerücht, von einem unde-deutenden Lärm die Rede gewesen? . . . . . . Manwill; man reitzt.Wer die mitgetheilten Aktenstücke auch nur obenhindurchliest, dem kann nicht der leiseste Zweifel daran übrigbleiben, daß der Gemeinderath von Paris Urheber der Sep-tembermorde war, und daß sein Aufsichtsausschuß sich be-sonders thätig dabei bewies Marat that den ersten Vor-schlag zur schnellen Aueräumung der Gefängnisse. Zwei Ta-ge nachdem Danton Minister geworden war, sagte Ma-rat zu ihm: „den Henker auch! du willst all jene Schur-ken, von denen jetzt die Gefängnisse wimmeln, gerichtlichbestrafen lassen?“ — Warum nicht? fragte Danton.„Warum? Ich sag' dir, du mußt einen kurzen Prozeß mitihnen machen, wie in der Eisgrube zu Avignon. Thust dudas nicht, so werden uns die Teufelskinder noch alle er-morden. Es ist eine Menge Adlicher und Priester darun-ter, din schlechterdings müssen fortgeschafft werden.“Danton erwiedert: Ich weiß wohl, daß eine Bartholo-mäusnacht höchst nöthig wäre, sie zu Stande zu bringen,scheint mir aber ein sehr schwieriges Unternehmen. — „Laßmir nur freie Hand; laß mich nur machen, sagte Marat.Du, an deinem Theil, bereite die Deputirten deiner Be-kanntschaft darauf vor. Wir haben zu Paris Wagehälse undErztangenichtse im Ueberfluß; sie werden uns helfen, einenHauptstreich auszuführen.“
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