Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
148
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1mehreren Tagen; man thut es in acht bis zehn verschiede-nen Gegenden der Stadt, und die erste obrigkeitliche Per-son, die Tag für Tag Bericht erstatten soll, wartet damitbis auf den sechsten Tag! . . . . . Und dann, welcheAusdrücke! Wir wollen hoffen, daß diese Auftrittesich nicht wieder erneuern. Nur der Anstifter, oderder Mitschuldige dieser Morde durfte es wagen, sich sovor einer Versammlung von Gesetzgebern auszudrücken, diegleichfalls in das scheußliche Geheimniß eingeweiht sind.Einige Zeilen weiter gesteht Petion die That mit empö-render Frechheit ein; ohne daß jedoch irgend ein Mitgliedder Versammlung dadurch empört wurde.Ein Augenblick der Krise, sagt er, ist in politischen Krank-heiten äußerst heilsam.Dieser Brief wurde auf Befehl des gesetzgebendenKörpers gedruckt und in alle drei und achtzig Departe-mente gesandt. Am nämlichen Tage faßte die Sektion dervier Nationen einen Beschluß, worin Petion, der zumMitglied des Konvents war ernannt worden, auf das drin-gendste ersucht wurde, ferner Maire von Paris zu bleiben.Gerne wollen wir glauben, daß der größte Theil der Bür-ger dieſer Sektion an einer Handlung keinen Antheil nahm,welche das Verbrechen zu krönen und Morde gut zu heissenschien, die unter den Augen Petions waren begangenworden.Sehr natürlich ist die Frage: Und was machte die Na-tionalversammlung, während rings um sie her Gräuel ver-übt wurden, wie deren die Geschichte uns sonst keine auf-bewahrt hat?Wir antworten: die Gesetzgeber der französischen Na-tion verfaßten, mit aller nur möglichen Ruhe, eine Addresse,in welcher man unter andern auch folgendes liest: