113Mitschuldige zu leben. Wir wollen uns in die verschiede.nen Gefängnisse theilen; wir wollen sie nicht eher verlassenbis wir sie von den Bösewichten gesäubert haben, welchedieselben zum Schauplatz der unerhörtesten Gräuel machen.So lange noch Obrigkeiten vorhanden sind, müssen auch dieGesetze in aller ihrer Kraft erhalten werden. Wir wollenunsere Schuldigkeit thun, und sollt es auch unser Lebenkosten. Euer Beispiel wird eine große Lehre für alle Bür-ger seyn; zweifelt nicht daran; sie werden alle in eure Fuß-stapfen treten. Zeigt euch, zeigt euch! Eure Gegenwartund euer Muth würden dem Verbrechen Stillstand gebietenund die Freveler in die Flucht schlagen. Unsere Waffen-brüder stehen für die Grenzen Frankreichs; wir müssen dasInnere desselben schützen; wir müssen auf unserem Postensterben, wenn wir anderst nichts für unser Vaterland thunkönnen. Aber, nein! wir werden nicht umkommen; wir wer-den vielmehr Paris und die ganze Nation von der un-auslöschlichen Schande retten, die unsrer sicher wartet,wofern wir diese kaltblütigen Morde noch länger dulden.Darum auf! auf, ihr Gesetzgeber Frankreichs!-So hätte Petion sprechen müssen. Man höre dage-gen wie er sich in einer Rede über die in Vorschlag ge-brachte Anklage Maximilian Robespierres äußerte.„ Der 2. Sept. bricht an; eine dumme Stille herrschtin Paris. Bald nach Mittag donnert die Lärmkanone, er-tönt die Sturmglocke. O Tag des Leides, der Trauer!Man rottet sich zusammen; man stürzt nach den Gefäng-nissen; man würgt, man mordet. Ich war in trüglicheSicherheit eingewiegt; von all' jenen Grausamkeiten wußteich ganz und gar nichts; seit einiger Zeit sagte man mirnicht das Mindeste. Endlich erfahr' ich sie. Und wie? Aufeine unbestimmte, indirekte Weise. Man versichert zugleich,
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