Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
144
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144es sey alles schon vorüber. Ich begeb' mich mit mehrerenmeiner Kollegen nach dem Hotel=de=la= Force. Nein! nie-mals werde ich dieses Anblicks vergessen. Nie wird sich diesBild aus meiner Seele verwischen. Ich sehe zwei Munizi-palbeamten, mit ihren Schärpen bekleidet, nebst noch dreianderen Menschen vor einem Tische sitzen; die Register desKerkermeisters liegen vor ihnen; sie rufen die Gefangenenauf und verwalten das Amt der Richter und der Geschwor-nen, oder besser: der Henker. Ich sprech' in einem äußerststrengen Ton mit ihnen, und treib sie, vor mir her, ausdem Gefängniß heraus. Kaum hab ich mich aber entfernt,so dringen sie auf das neue in dasselbe ein. Ich kommekam zweitenmal und nöthige sie auch sietzt ihr gräßlichesHandwerk aufzugeben; allein während der Nacht vollbrin-gen sie dasjenige, was sie am Tage mit so vieler Grausam-keit begonnen hatten, u. s. w.Rolland selbst, der gewiß an den Septembermordenunschuldig war, muß die Schmach und den Fluch jenerschrecklichen Tage theilen, den er beobachtete ein strafbaresStillschweigen. Es war nicht genug, hinten drein die Fre-velthaten zu mißbilligen; er hätte, da er Minister einesfreien Staates war, in die Nationalversammlung tretenund sagen sollen:Gesetzgeber! ein großes Verbrechen wardunter euern Augen vorbereitet, und wird jetzt wirklich aus-geführt. Eine erdichtete Verschwörung der Gefangenenmuß den Vorwand dazu herleihen. Ein Theil der Ministerist in das Komplot verwickelt. Mich hat man der Theil-nahme an demselben nicht werth gefunden; denn mantraute mir den Muth und die Entschlossenheit nicht zu,welche eine solche Frevelthat nothwendig erfordert. Gesetz-geber, es ist kein Augenbick zu verlieren! Statt dessenschrieb