Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
142
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143und dadurch dem Morden Einhalt zu thun. Eine Depu-tation von acht Personen ward zu dem Ende ernannt; siebegab sich zum Maire Petion und bat ihn, sie zu beglei-ten. Er war dazu willig. Sobald Petion erschien, hiel-ten die Mörder inn. Er redete sie an; sie versprachen, kei-nen Gefangenen weiter zu erwürgen. Ein Mitglied der De-puration fragte den Maire:, wär es nicht rathsam undbesser, wenn man die Gefängnisse völlig ausleerte und dieGefangenen anderwärts in Sicherheit brächte? Petionerwiederte:das ist unnöthig; man kann sich fest auf dasWort des Volkes verlassen. des Volkes! ! Als wär dasVolk zum Mordhandwerke herabgesunken gewesen! EineStunde nachdem sich die Deputation entfernt hatte, began-nen die Mörder wiederum ihre Arbeit. Der Gemeinderathsandte eine zweite Deputation und Petion begleitete sieabermals. Die Mörder hörten auch jetzt auf; dem Mairegeschah der nämliche Vorschlag; er ertheilte dieselbe Ant-wort. Wer kann noch daran zweifeln, daß Petion Mit-schuldiger dieser Verbrechen war? Hätt' er nicht als Mairein die Nationalversammlung eilen können, eilen sollen, undden Stellvertretern des französischen Volks etwa folgendeszurufen.Gesetzgeber! verlaßt diese Mauern. Man hintergehteuch auf die schändlichste Weise. Rings um euch wird dieGerechtigkeit verhöhnt, und die Menſchlichkeit mit Füſſengetreten. Kommt geschwind; zeigt euch dem Volke! Manmordet unter euere Augen und im Name des Volkes, wel-ches ihr representirt, welches euch hieher gesandt hat, umes vor wilden Despotismus und blutiger Anarchie zu sichern.Eilt; ich beschwöre euch. Die Natur und das Gesetz fordernes von uns. Wir wollen uns den Mörbern entgegenstellen. Esist besser als ihre Schlachtopfer zu fallen, dann als ihre