Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
140
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140stark genug war, sich dem erbitterten Haufen mit Nachdruckentgegenzustellen. Unsere Kommissarien haben alles gethan,was sie thun konnten; doch die gerechte Rache des Volkszu hemmen, war ihnen unmöglich.Guiraud, der dritte Kommissär, sagte:Man zog mit sieben Kanonen nach dem Bicetre.Das Volk übte gerechte Rache, bewies aber zu gleicher ZeitSchonung und Edelmuth. Mehrere Gefangenen wurden auffreien Fuß gestellt. Jetzt sind die Gefängnisse durchaus leer. 6)Das Volk untersuchte die Taschen der Getödteten; dieUhren, das Geld, u. s. w. wurden niedergelegt. Ein Kerlden man auf dem Diebstahl eines Taschentuchs ertappte,ward sogleich mit dem Tode bestraft. 7).Der Sprecher fuhr fort:Ich hab' eine wichtige, und dem Volk zur höchstenEhre gereichende Thatsache vergessen. Das Volk hatte näm-lich in den Gefängnissen ein, aus zwölf Personen bestehen-des Tribunal errichtet. Das Register des Kerkermeisterswurde verlesen und der Gefangene, nach Maßgabe desselbenumständlich befragt. War dies geschehen, dann legte derPräsident seine Hände auf den Kopf des Gefangenen undsagte:Glaubt ihr, nach Pflicht und Gewissen, daß wir die-ser Herrn loslassen können? Vom Wortloslassenhieng sein Schicksal ab. Antwortete man ja! so wurde derAngeklagte fortgestoßen und von Pieken durchbohrt; antwor-tete man nein! so ertönte der Ruf: es lebe die Nati'6.) Dies ist falsch; denn des andern Tages zu Mittag wurdeDer Verf.noch gemordet.Und das nicht allein; man fuhr damit noch bis zum 7. Sept.Der Uebers.fort.7.) Und die großen Spitzbuben des Gemeinderaths blieben un-gestraft. Sergent und andere leben von ihrem Raubegemachlich und im Schoße des UeberflussesD. Verf.