139 —würden immer noch gesagt haben: „Wir sehen nichts.“Elende! ihr fühlt also den Stahl des Mörders nicht eher,bis er auf euch selbst eindringt? Arme, gemißhandelte Nati-onen! wann werdet ihr endlich aufgeklärt genug seyn, umeuch selbst zu regieren? Werdet ihr euch immer von deepo-tischen Königen, oder von ruchlosen Gesetzgebern gängelnlassen?Tallien sagte unter andern Folgendes:„Der erste Sturm war gegen die Abtei gerichtet. MitUngestüm forderte das Volk diejenigen Gefangenen, welchewegen des 10 Aug., oder wegen Verfälschung der Assignatein Verhaft waren. Sie wurden auf der Stelle ermordet;nur eilf kamen mit dem Leben davon. Der Gemeinderathschickte sogleich eine Deputation, um diesen Ausschweifun-gen Einhalt zu thun. Der Gemeindeprokurator befand sichan der Spitze derselben, und wandte alle Mittel an, welchesein Eifer für das allgemeine Beste und seine Menschlich-keit ihm nur irgend darboten. Doch konnte er nichts aus-richten; mehrere Schlachtopfer fielen vor seinen Augen. ErVon da strömte das Volkselbst lief die größte Gefahr.nach dem Chatelet, wo die Gefangenen gleichfalls hinge-würgt wurden.“„Gegen Mitternacht wälzte sich ein großer Haufe nachdem Hotel=de=la= Force. Kaum hatten wir dies erfahren,so eilten unsere Kommissarien eben dahin; allein alle ihreBemühungen blieben völlig fruchtlos. Nun ertheilte derGemeinderath dem Oberbefehlshaber der bewaffneten Machtdie Ordre, sich sogleich mit einigen Detaschements nach la-Foree zu begeben. Er raffte alles zusammen, was von Truß-pen nur noch irgend vorhanden war. Die Besatzung derBarrieren hatte deren aber so viele erfordert, daß er nicht
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten