—— 126befreit werden. Diese Thatsachen bedürfen keiner Erläute-rung. Panis und Sergent waren dem Prinzen vonPoix zu seiner Entweichung behülflich; er zahlte ihnen eintheures Lösegeld. Im Aufsichtsausschuß entstand eine Spal-tung über die Frage, wie sich wohl am besten in Betreffdes Goldes und Silbers benehme, welches viele der Gefan-genen und in ziemlicher Menge bei sich hatten? Einige be-haupteten, der Ausschuß kompromittire sich, wenn er dieAufsicht über diese Gegenstände übernehme; allein Ser-gant und Marat behielten gegen ihre Kollegen die Ober-hand. Es ward also beschlossen, sie sollten Schatzmeisterseyn. Sergant ließ es aber nicht bei der bloßen Auf-sicht bewenden; er eignete sich, wie man weiß, Uhren, Ju-welen, baares Geld und eine Menge anderer Dinge zu, dieihm gefielen.An demselben Tage (den 30. Aug.) wurde Montmo-rin, den das Gericht am 17. freigesprochen hatte, wiederin das Gefängniß geworfen. Danton hatte ihm den Todgeschworen. Denjenigen, welche um seine Loslassung baten,wurde zur Antwort: „In zwei Tagen soll er aus dem Ker-ker.“ Zwei Tage nachher, am 2. Sept., ward Mont-morin in der Conciergerie ermordet. (s. Tab. Nr. 1.)Am Abend des nämlichen Tages (den 30. August) sagtenFabre= d'Eglantine und Camille=Desmoulinsin einem Kaffehause nahe beim französischen Theater: „Wirhaben große Maßregeln genommen; Frankreich wird gerettetwerden.“ — Fabre=d'Eglantine ließ seine Köchin-die wegen eines angeblichen Diebstahls verhaftet war, inFreiheit setzen.Camille=Desmoulins, an seiner Seite, befreiteeinen Priester, der sein guter Freund war, und in la= Forcegefangen saß.
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