117schlossen wie ich. Wir Soldaten, wir sind nichtschuldig. Haben wir gefehlt, so liegt es anunseren Chefs. Die sind in Sicherheit, undwir — wir müssen umkommen. Aber wir wollenzeigen, daß wir Schweitzer sind, und den Todnicht fürchten.“ Kaum hatte er dies gesagt, so bedeckter seine Augen mit der flachen Hand, um die scheußlichenFiguren seiner Mörder nicht zu sehen, und stürzt sich denBajonetten entgegen. Seine Kämmeraden hören den letztenSchmerzensruf ihres Unglücksgefährten, erfüllen die Luftmit einem schauderhaften Geheule, und weigern sich, inden Hof hinaus zu gehen. Zwölf Mörder holen sie also ei-nen nach dem andern. Ein schmerzvoller Todeskampf geselltsie ihrem heldenmüthigen Landsmann zu.Mehrere Gefangene glaubten in der That, daß sienach einem andern Kerker gebracht, oder auch in Freiheitgesetzt werden sollten. Sie forderten deshalb ihre Kleider,ihre Juwelen und ihr Geld. Man gab ihnen zur Antwort:„Ihr sollt alles auf das pünktlichste zurück erhalten.“Wir fügen zwei merkwürdige Thatsachen hinzu. Dieerste: unter den Mördern der Priester bei den Karmeliternund in St. Firmin befanden sich mehrere Protestanten ausdem südlichen Frankreich. Die andere: unter den Mördernin la= Force bemerkte man einige verkleidete Engländer; siewaren besonders geschäftig und schienen das Ganze zu len-ken. Diese Engländer waren Hausgenossen des Herzogs vonOrleans. Unmittelbar nach dem empörenden Morde derPrinzessin von Lamballe, setzten sie sich mit Orleanszu Tiſch. 1.)1.) Daß Orleans die Prinzessin Lamballe zu ermordenbefohlen hatte, leidet gar keinen Zweifel. Er war noch mit
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