Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
112
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112grausame Weise hingeschlachtet. (s. Tab. N. 1.) Mit denGalcerensklaven fand gar kein Verhör statt. Ein Mensch,der einen Rock zu stehlen versuchte und auf der That er-tappt ward, wurde ohne weiteres niedergehauen. DiesBenehmen der Mörder war in hohem Grade politisch. Siebestraften einige Diebe nach aller Strenge, um das Volkdadurch zu täuschen und sich das Ansehen von ehrlichenund rechtschaffenen Leuten zu geben. Der Schließer derGaleerensklaven, im Bernhardinerkloster ward gleichfalls re-volutionsmäßig gerichtet. Er hatte die Thüren zu öffnen,sich geweigert.Ermordungen im Zuchthause und Spital derSalpetriere, zu Paris den 4. Sept. 1792Am 3. Sept. 1792, des Nachmittags um 4 Uhr, dran-gen ungefähr zweihundert und fünfzig Mörder in denjenigenTheil des Hauses, der unter dem Namen le Commun(das Allgemeine) bekannt ist. Sie waren mit SäbelnFlinten, Prügeln, Messern u. s. w. bewaffnet. Sie such-ten unter den Weibern diejenigen auf, mit denen sie ehe-mals Umgang gehabt hatten, wählten die jüngsten und rü-stigsten unter denselben, und befahlen ihnen, sich sogleichaus der Salpetriere zu entfernen. 183 wurden auf die Weiseund an diesem Tag in Freiheit gesetzt. Der größte Theilvon ihnen war gebrandmarkt. Gegen sieben Uhr des Abendsfand sich eine Abtheilung der bewaffneten Macht ein. Essollte den Anschein haben, als wolle man die Kannibalenverhindern, hier eben so zu wüthen, wie sie es in den an-dern Gefängnissen gethan haben. Wirklich zogen sie auch ab, ohne