— 111 —schon einen Groll gegen ihn hegte, getödtet worden. Die-Kerl, welcher zu den Freigelassenen gehörte, brannte eineFlinte auf ihn ab, als er eben in's Zimmer trat. Erwollte sich dadurch seiner Ausnahme unter die Mörderbandewürdig zeigen.Der Untervorsteher, Namens Letourneau, ein wirk-lich edler und menschenfreundlicher Mann, gab sich alle er-sinnliche Mühe zu entwischen; aber all seine Versuche miß-glückten. Das blutige Schauspiel, welches er zu betrachtengezwungen wurde, war ihm die empfindlichste Marter. Sowie die Mörder sich entfernt hatten, stürzte er aus demHause, lief, ohne eigentliche Bestimmung und so schneller konnte, feldeinwärts und fiel endlich wie todt in einenGraben. Dort blieb er acht und vierzig Stunden liegen.Die Abscheulichkeiten, von denen er Zeuge gewesen war,hatten seinen Verstand verwirrt und alle seine Sinne mitvölliger Stumpfheit geſchlagen.Mordthaten, verübt im Gefängniß der Galee-rensklaven, bei den Bernhardinern, zu Pa-ris, am 3 Sept. 1792Den 3. Sept. begab sich eine Mörderhande nach dem Ge-fängniß der Geleerensklaven. 73 Missethäter waren in dem-selben, größtentheils Diebe und Räuber. Sie sollten desander n Morgens zu ihrer Bestimmung, nach den Häfen desMittelmeers, abgeführt werden. Von diesen 73 erhieltennur drei ihre Freiheit. Sie hatten dies dem Umstande zuverdanken, daß sie Freunde, oder Verwandte von einigender Morddirektoren waren. 70 wurden auf eine höchst
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