— 110 —alle Theile derselben auf eine höchst schamlose Weise, halfen sieauf Karren laden, bestiegen dieselben oder folgten nachund beschäfftigten sich auf dem ganzen Wege, bis zu denSteinbrüchen von Mont=Rouge, mit nichts anderem, alsden Ermordeten auf ihre Schenkel oder Hintern zu klatschen.Das Herz empört sich bei solchen gräßlichen Bildern.Ermordungen im Bicetre vor Paris, den 3.und 4. Sept. 1792.Den 3. Sept. Morgens erscheint eine beträchtliche Anzahlvon Bewaffneten, mit sieben Kanonen vor dem Bicetre, undverlangt, eingelassen zu werden. Die Wache dieses ungeheu-ren Zuchthauses macht sich zur Gegenwehr gefaßt; sie richtetfogar zwei Stücke Geschütz, die vor dem Thor aufgefahrenwaren. Als sie aber sieht, daß die sieben Kanonen der Be-lagerer losgebrannt werden sollen, entschließt sie sich, dieThore zu öffnen. So wie die Mörder eingerückt sind, las-sen sie die Vorsteher und Untervorsteher vor sich entbietenund befehlen ihnen, sie in die Zellen der Gefangenen zubegleiten. Sogleich werden 57 der Handfestesten, größten-theils Beutelschneider aus Paris, in Freiheit gesetzt und derMörderbande beigefügt. 171. werden erwürgt (s. TabelleNr. 1. J. Diese Hinrichtung dauert den ganzen Tag; siehört erst den andern Morgen am 4. Sept., auf. — DasTribunal hielt seine Sitzung auf einem Schlafsal. DieVerurtheilten wurden in einen der Höfe geführt und dortniedergehauen. Die Mörder bestanden darauf, daß der Un-tervorsteher Zeuge aller dieser Abscheulichkeiten seyn sollte.Der Vorsteher war von einem der Gefangenen, welcher lang
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