Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
101
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101man sie, die Rücksicht zweier Kommissarien zu erwarten, dieman an den Gemeinderath abgeschickt hatte. Umsonst; schon wa-ren die Säbel gezückt, als Billand=de=Varennes her-eintrat, zu ihnen sagte:Achtungswerths Bürger!ihr habt euch um das Vaterland verdient ge-macht: ihr habt Bösewichte erwürgt; Frank-reich ist euch ewige Dankbarkeit schuldig. DieMunizipalität weiß es euch nicht gebührendzu vergüten. Ohne Widerrede gehört euchdie Beute, die Nachlassenschaft dieser Unge-beuer. Die Munizipalität denkt darauf, euchnach Würden zu belohnen. Ihr empfangt in-dessen und auf Abschlag jeder vier und zwan-tig Livres. Fahrt fort, brave Kameraden!beendigt euer Werk.Der Ausschuß wurde genöthigt, den Betrag herzu-schießen. Als Billand auf das Gemeindehaus zurückkam,stellte er dem versammelten Rathe einen Mörder vor undsagte:Dies ist einer von den braven Leuten,die sich so hoch um das Vaterland verdient ge-macht haben. In Gefolg dieser schandereregenden Lob-sprüche, rühmten sich die Mörder, viele, sehr viele hinge-schlachtet zu haben. Es war ein gräßliches Schauspiel, wennman diese mit blutigen Säbeln, Pieken und Bajonetten be-waffneten Kannibalen sah, wie sie mit Heftigkeit darüberstritten, wer von ihnen die mehrsten Schlachtopfererwürgt habe. Viele von ihnen hatten Finger, und nochmehrere Geburtstheile in den Händen; Scheusale von Wei-bern trieben sonderlich mit den letztern ihren frechen Muth-willen. Einer von den Mördern sagte:Billaud=de=Va-rennes behandelt uns mit seinen vier und