— 100hinzuwürgen, der nur im geringsten Miene machte, ihrenSchlachtereien irgend ein Hinderniß in den Weg zu legen.Es wäre sehr leicht gewesen eine hinlängliche, ja selbsteine beträchtliche bewaffnete Macht auf die Beine zu brin-gen, wofern nur nicht der Gemeinderath Urheber und Be-förderer dieses schauderhaften Verbrechens gewesen wäre.Der Ausschuß wurde in einem fort von Weibern belagert,welche unter Thränen und Jammergeschrei ihre ermordetenMänner zurückforderten. Ach! warum konnte er nicht mehrfür sie thun, als daß er ihren Schmerz mit ihnen theilte!Jedoch gelang es den Mitgliedern desselben auch jetzt wie-der, wiewohl unter tausendfacher Gefahr ihres eigenen Le-bens, vier dieser Unglücklichen zu retten. Der BürgerChatria ist einer derselben.Gegen 6 Uhr des Morgens brachte man zweihundertSchweitzersoldaten, sie wurden im Garten auf zwei Reihengestellt und sollten ohne weiteres ermordet werden. DerAusschuß bat für sie, wurde hundertmal zurück gewiesenund erneuerte seine Vorstellungen immer wieder. Endlichgelang es ihm, die Mörder dahin zu bringen, daß sie dieSchweitzer nach dem Gemeindehause führten, um dort förm-lich gerichtet zu werden. Die braven Krieger wurden da-durch glücklich gerettet.Um neun Uhr sah sich der Ausschuß von einer großenMenge Bösewichte umringt. Sie waren über und übermit Blut bedeckt; und foderten, unter den gräßlichsten Flüchenund Drohungen, daß ihnen die Kleidungsstücke, das Gelddie Uhren und Juwelen derjenigen ausgeliefert würden,welche vor der Thür des Ausschusses, beim Aussteigen ausden Miethkutschen, waren hingewürgt worden. Da mannicht wußte, welche Parthei man ergreifen sollte, so hat
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