98ihm nicht so viel Kummer, als das Schicksal von achtzigGefangenen, die vorläufig in einen grossen Saal dieses Ge-bäudes waren gebracht worden, von wo aus sie am Morgender Ermordung jener sechszehn Unglücklichen hätten zusehenkönnen. Dieser Saal war, wie man mit Recht vermuthenkonnte, den gedungenen Mördern unbekannt; zwei Mitglie-der des Ausschusses gaben sich deswegen so gleich an dieArbeit und versuchten eine Oeffnung in die Mauer zu brechen,durch welche die Gefangenen entschlüpfen könnten. Siehatten ohngefähr eine Stunde gearbeitet, als die Dazwischen-kunft eines Munizipalbeamten, mit seiner Schärpe bekleidetsie aufzuhören nöthigte. Dieser befahl die Thüren zu öff-nen, und trat mit sechszig Bewaffneten in den Saal. Erließ die Gefangenen an die eine, und seine Bewaffneten andie andere Seite treten. Wer sich ohne Waffen in denSal gewagt hätte, wär für einen Gefangenen angesehen,und als ein solcher behandelt worden. Der Munizipalbeamteforderte darauf das Verzeichniß; allein der Schließer gab zurAntwort: „Ich besitze deren keines. Die Gefangenen sindvor einigen Tagen aus der Mairie, und nur zu vorläusi-ger Verwahrung hieher geschickt worden.“ Sogleich sand-sandten die Mörder einige Abgeordnete nach der Mairie,welche aber erst um drei Uhr des Morgens zurück kamen.Kaum waren sie angelangt, so stellte der Munizipalbeamtefunfzig seiner Bewaffneten, in zwei Reihen, vor die Thürdes Saals. Die Uebrigen blieben in demselben, um die Ar-men Schlachtopfer heraus zu treiben. Sie mußten einesnach dem andern hervortreten, und so wie dies geschah,wurden sie auch ohne Erbarmen niedergemacht. Mehrerewaren nur halbteht; unter andern bemerkte man einen, dermit Hülfe eines Bajonetts, das in seiner Hüfte zerbrochen
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