97Brücke (Pont-neuf) begegnet ihm ein Mitglied des nämlichenAusschusses und sagt ihm: „Bürger! eilen sie dochso viel als immer möglich; man ermordet dieGefangenen in der Abtei.“ Manuel antwortetPakteuch fort; es geht euch nichts an. Darauf setzter seinen Weg so langsam fort, daß eine gute halbe Stundedarüber verstreicht. Als er endlich bei'm Gefängniß ankommtredet er in eben dem Sinn zum Volk, in welchem dieDeputation des Gemeinderaths gesprochen hatte. Mit kaltemBlute sieht er zu, wie einer seiner Feinde, der AdvokatBosquillon, auf das grausamste hingeschlachtet wird.Das ganze Verbrechen dieses Biedermanns bestand darin,daß er sich der unrechtmäßigen Ernennung Manuels zumGemeinde=Prokurator widersetzt, hatte. Manuel hattegeschworen, blutige Rache dafür zu nehmen. Als er am 30.Aug. auf den Platz der Estrapade, an welchem Bosquil-lon wohnte, eine Proklamation ablas, wandte er sich mitschadenfrohem Grinsen gegen das Haus desselben und riegüberlaut: „der Tag der Rache ist gekommen; dirVerräther werden zu Grunde gehn.,, Des anderenMorgens ward Bosquillon verhaftet und nach der Abtegeführt. — Den 31. besuchte Manuel die Priester, welch.im Karmeliterkloster, Straße Vaugirard, eingesperrt waren.Er gab ihnen sein Ehrenwort darauf, daß ihr Schicksal inzwei Tagen völlig entschieden seyn solle. Er ließ den Spei-sewirth dieses Hauses an schnelle Eingabe seiner Rechnungerinnern.Um neun Uhr des Abends wurde der Civilausschuß derSektion der Einigkeit plötzlich von einer ganz unbekanntenbewaffneten Macht umringt. Er gerieth darüber in Be-stürzung, in Verlegenheit. Seine eigene Sicherheit machtePrüdh. Irrth. II. Band.
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